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Sideways (2004)
Eine Kritik von Kudi1987 (Bewertung des Films: 8/10) eingetragen am 12.06.2010, seitdem 213 Mal gelesen
Lehrer und Pseudoautor Miles Raymond (Paul Giamatti) lädt seinen alten Collegefreund Jack, (Thomas Haden Cuch) eine Woche vor dessen Hochzeit, auf eine Weinverkostungstour durch Kalifornien ein. Dabei wollen die beiden Jacks Junggesellenabschied feiern; ordentlich, mit allem was dazugehört. Wobei Miles unter dieser Reise eher Wein, Golf und gutes Essen versteht, will dem entgegen Jack vor seiner Hochzeit noch einige Abenteuer mit schönen Frauen erleben.
Dabei lernen sie die Weinkennerinnen Maya (Virginia Madsen) und Stephanie (Sandra Oh) kennen. Während sich Jack, wie es sich für einen Playboy seiner Sorte gehört, sofort auf Stephanie stürzt, geht die Sache zwischen Maya und Miles etwas langsamer voran.
Und so hält die Woche für die Vier noch so ein paar Überraschungen bereit.
Ob sich „Sideways“ seine zahlreichen Auszeichnungen, darunter zwei Golden Globe (Drehbuch und beste Komödie) und einmal der Academy Award (Drehbuch), verdienthat, darüber lässt sich ein bisschen streiten.
Tatsache ist aber, dass Regisseur Alexander Payne (About Schmidt) mit „Sideways“ einen Film geschaffen hat, der unwiderstehlichen Charme versprüht und der Emotionen und Gefühle perfekt vermittelt.Das liegt vor allem an der guten Leistung von Paul Giamatti und Thomas Haden Cuch. Beide spielen sehr unterschiedliche Charakter, die beide nicht ganz perfekt sind; was es natürlich einfach macht sich mit ihnen zu identifizieren. Giamatti, als geschiedener, introvertierter Trauerklos Miles, zeigt eine hervorragende Leistung. Aber auch Thomas Haden Cuch spielt seinen Part als Playboy, der während der Reise Zweifel hegt, ob seine Entscheidung zu heiraten wirklich richtig war, fast immer perfekt.
Irgendwie lässt sich „Sideways“ mit diesem Satz am besten beschreiben: In „Sideways“ passiert nicht viel besonderes. Das mag sich doch eigentlich ziemlich schlecht anhören, doch tut die Tatsache, dass in dem Film nicht so viel außergewöhnliches passiert, dem Ganzen keine Abbruch. Dadurch ist es dem Zuschauer möglich besser mit den Protagonisten mitzufühlen und deren Problem und Sorgen zu verstehen.
Dennoch erscheinen manche Szenen auch etwas zu langatmig. Die grundsätzlichen Elemente der Story kann der erfahrene Zuschauer schon vorhersehen und man weiß doch von Anfang an wie alles ausgehen wird. Aber Alexander Payne liefert, zum Glück, kein konventionelles, schnulziges Happy-End.
Fazit: „Sideways“ sollte jeder zumindest einmal gesehen haben. Kein „Must-Have“ für das DVD-Regal, aber sehr, sehr sehenswert. Alexander Payne setzt das auf und ab der Gefühl sehr gut um und liefert neben trauriger, melancholischer Grundstimmung, auch spaßige Momente. Obwohl 2 Stunden Laufzeit wird „Sideways“ nie wirklich langweilig und fließt sanft wie Wein.
85%
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