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Shin Zatôichi monogatari (1963)

Eine Kritik von Crying Freeman (Bewertung des Films: 9/10)
eingetragen am 22.01.2006, seitdem 433 Mal gelesen


Wir schreiben das Jahr 1963 und Regiesseur Tokuzo Tanaka wird die Ehre zu Teil den dritten Zatoichi-Film „Shin Zatoichi monogatari“ zu inszenieren.
„New tale of Zatoichi“ dreht sich vor allem um die Auseinandersetzung Ichis mit seiner Vergangenheit, seinem Ruf und vor allem seinem Leben als Yakuza.

Storyverlauf:
Ichi trifft in dieser Episode auf seinen alten Lehrmeister Banno, muss aber leider erkennen das er nicht mehr der bewundernswerte Mann ist zu dem er einst aufschaute. Banno verlangt von seiner Schwester einen Samurai zu heiraten, welcher zwar einen höheren Rang hat, jedoch seine Schwester Yayoi bedroht und sie so völlig verängstigt. Ausserdem schmiedet er zusammen mit einigen Kriminellen einen Plan um einen seiner Schüler um 300 Ryo zu erleichtern. Hierzu entführen sie seinen Sohn.
Als ob das nicht schon genug Konfliktpotential bieten würde entdecken Ichi und Yayoi ihre Liebe zueinander und bitten Banno um die Erlaubnis für diese Hochzeit. Banno lehnt ab und aus Schüler und Lehrer werden Feinde.

Teil 3 ist definitiv der dramatischste der ersten 3 Filme. Ichi haderte ja schon immer ein wenig mit seiner Vergangenheit als Yakuza, in die er mehr oder weniger zufällig geraten ist, doch in keinem anderen Film zog sich das Thema bisher so kontinuierlich wie hier. Seinen Höhepunkt findet dies sobald Ichi für Yayoi sein ganzes Leben umkrempeln will und sogar vor einem Gegner um Gnade bittet. Letztenendes kann er jedoch seinen Dämonen nicht entkommen und so muss er wieder seine Schwertkunst für sich sprechen lassen.
Auch die, durchaus schmerzhafte, Einsicht das Ichis Lehrer, von dem er seinen einzigartigen Kampfstil lernte, mittlerweile einfach nur noch verabscheuungswürdig ist, ist dramatisch ohne dabei je kitschig zu wirken.
Eben genau in diesen „hadernden“ Momenten hebt Shintaro Katsu die Figur Zatoichi erneut auf eine neue Ebene und stellt hier die Weichen für Ichis Entwicklung zu einer Art „Robin Hood“.

Das Katsu in den Swordplay-Sequenzen zu glänzen weiss ist fast unnötig zu erwähenen, aber ich tu es doch. Ich frage mich eigentlich jedesmal wieviel Übung diese Szenen brauchten, denn immerhin muss jede Bewegung stimmen und das auch noch mit geschlossenen Augen – Respekt Mr. Katsu.

Eine weitere „Besonderheit“ ist die Tatsache das „Shin Zatoichi monogatari“ der erste Film der Reihe ist der in Farbe gedreht wurde. Dadurch hat der Film optisch gesehen natürlich einen riesigen Vorteil gegenüber den beiden Vorgängern, denn nun kann man die schönen Landschaftsaufnahmen in voller Pracht geniessen.

Fazit:
Der bisher beste Teil der Serie. Nicht ganz so actionlastig wie Teil 2, aber dafür mit einem noch besseren Drehbuch als Teil 1. Zu kurz kommen die, erneut spitzenmässigen, Schwertkämpfe aber nicht.
Einfach klasse !!!

9,5 von 10


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