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Zatôichi senryô-kubi (1964)

Eine Kritik von Crying Freeman (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 16.07.2006, seitdem 337 Mal gelesen


Zatoichi geht bereits 1964 in die sechste Runde. Die Reihe hat sich mittlerweile als Publikumsmagnet in Japans Kinos etabliert und mit Zatoichi and the chest of gold (Zatoichi Senryo Kubu) haben wir einen weiteren guten Eintrag in die Serie, doch diesmal ist einiges anders als sonst.

Ichi kehrt in ein Dorf zurück in dem er einst unnötigerweise jemanden getötet hat um dessen Grab zu besuchen. Die Schwester des Verstorbenen ist natürlich nicht unbedingt erfreut Ichi zu sehen. Da kommt es ihr auch ganz gelegen das Ichi in Kontakt mit einer Kiste voller Gold kommt, welches eigentlich Steuergelder der Dorfbewohner sein sollt und gestohlen wurde. Sie erzählt den Dorfbewohnern davon und die wollen Ichi am besten sofort lynchen, doch er kann sie überreden nach dem Gold zu suchen um seinen Namen wieder reinzuwaschen.

Teil 6 ist visuell kein Vergleich zu den bisherigen Streifen. Allein die doch sehr stilisierte Titelsequenz zeigt das deutlich. Sie spielt in totaler Dunkelheit. Nur Ichi und ein paar Banditen sind zu sehen, welche Ichi natürlich gleich mal perforiert.
Aber auch nach dieser zwar hübschen, aber auch ungewohnte Anfangssequenz bleibt es unverkennbar das hier ein ganz andere Inszenierungsstil gewählt wurde als zuvor. In einer Rückblende wird gezeigt was Ichi beim letzten Besuch in diesem Dorf widerfahren ist. Grosse Teile dieser Sequenz sind in Zeitlupe und wirken sehr surreal. Für die blutgierigen unter euch: hier kommt (endlich) mal die erste Blutfontäne der Serie.
Die „neuen“ Kameratricks kommen der Dynamik der Kämpfe sehr zu gute, allerdings sind einige Kniffe die abseits des Schlachtfeldes auf den Zuschauer einprasseln nicht so gelungen und reissen ihn eher aus der Illusion heraus. So wirken z.B. einige ultraschnelle 360 Grad Kameraschwenks um von einer Szene zur anderen überzugehen ähnlich störend wie eine Montagesequenz in der die Dorfbewohner beschliessen sich ihrem Schicksal nicht zu beugen.

Abseits vom technischen gibt es (wie schon fast gewohnt) einen Shinatro Katsu der erneut prima aufgelegt und den Zuschauer durch eine gut gestrickte Geschichte führt, welche allerdings im Mittelteil einen kleinen Hänger hat. Auch der Rest der Besetzung ist erneut gut gewählt.

Zum Schluss kommt dann nochmals ein Schmankerl: Es gibt erneut das Duell Shintaro Katsu gegen seinen Bruder Tomisaburu Wakayama, welcher diesmal den angeheuerten Samurai Jushiro spielt. Es ist kaum zu erkennen das es tatsächlich derjenige ist der vor nicht einmal 2 Jahren noch Ichis Bruder im zweiten teil gespielt hat.


Fazit:
Kleine Punktabzüge gibt’s für 1 – 2 Kameraspielereien die nicht hätten sein müssen und den Hänger im Film. Dies ändert aber nichts an der Tatsache das auch Zatoichi and the chest of gold erneut ein sehenswerter Film ist, auch wenn er den meiner Meinung nach bisher schwächsten Teil der Reihe darstellt.


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