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Freddy vs Ghostbusters [Kurzfilm] (2004)
Eine Kritik von Moscher (Bewertung des Films: 2/10) eingetragen am 19.09.2004, seitdem 245 Mal gelesen
Amateurfilme sind immer so eine Sache. Will man sie bewerten, legt man das gleiche Bewertungsschema wie bei einem richtigen Film zu Grunde ? Darf man solche Filme überhaupt bewerten ? Darf ein Amateurfilm nur technisch unzureichend sein (und falls ja in welchen Belangen) oder sollte man vor allem eine schlecht inszenierte Geschichte bemängeln und die Technik gänzlich außen vor lassen ? Ich für meinen Teil mache lieber letzteres. Klar, eine gewisse technische Seite muß ein Film schon vorzuweisen haben. So sollte beispielsweise der Ton vernünftig aufgezeichnet sein, so dass man von dem Gesagten auch was versteht. In dieser Hinsicht kann „Freddy vs Ghostbusters“ punkten, denn was hier geboten wird, erfindet die technischen Aspekte des Amateurfilms nicht neu, doch stimmt zuerst einmal freudig. Was den Inhalt des Ganzen angeht, sieht es dagegen nicht so rosig aus und entsprechend stutzig sollte man sein, wenn das ganze zu beginn schon als Fanfilm tituliert wird. Entsprechend wird schnell klar, dass wir es hier nicht mit talentierten Filmemachern zu tun haben. Und das, um es nochmals zu erwähnen, obwohl einige technische Aspekte weit über dem Standard solcher Produktionen liegen. Wirklich lustig sind leider nur wenige Momente und diese werden im Laufe der dreißigminütigen Spielzeit immer seltener. Die Darsteller sind selbstverständlich Amateure, geben sich zwar sichtlich Mühe, doch zu Schauspielern macht sie das leider noch lange nicht. Das größte Problem des ganzen dürfte aber auch der Punkt sein, der diesen Kurzfilm überhaupt bekannt gemacht hat, nämlich das Verwenden der bekannten Ghostbusters und A Nightmare on Elmstreet Charaktere. Mag ein Film wie „A Nightmare on Elmstreet“ theoretisch noch mit geringem Budget vernünftig zitiert werden können, so sieht es trotz aller Mühe doch bei solchen Groß-Produktionen wie der Ghostbuster Filme ganz anders aus. Sicher, ein paar Szenen sind, um es nochmal zu erwähnen, nett getrickst und nebenher erstaunlich gut ausgestattet, dennoch fehlt es selbst in denen an Drive. Generell verläuft alles sehr zäh und nach zehn Minuten ist die Idee des Fanfilms aufgezehrt und es stellt sich gepflegte Langweile ein. Wie schreibt Francis Ford Coppola so schön: „Die Story ist das Fundament, auf dem alles andere aufbaut...“. Dieser Film hat Fanfilm-typisch natürlich gar nicht erst eine, somit wäre diese Sache wohl auch geklärt. Ich könnte jetzt noch lang und breit über diverse technische Unzulänglichkeiten herziehen oder alles über den grünen Klee loben, weil ich das niedrige Amateur-Maß anlege... doch das führt zu nichts.
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