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Nip/Tuck - Schönheit hat ihren Preis [TV-Serie] (2003)

Eine Kritik von edraymond (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 12.01.2005, seitdem 442 Mal gelesen


Nip/Tuck, der neue hochglanz US-Serienerfolg, läuft nun auch im deutschen TV. Die nicht umsonst preisgekrönte Drama-Serie erlaubt einen authentischen Blick hinter die Fassade der Schönheitschirugie, ohne den Sinn für (oft schwarzen) Humor zu verlieren.

Handlungsort ist Miami im sonnigen Florida. Hier haben die beiden Ärzte Sean und Christian ihre Schönheitspraxis. Sie erledigen nahezu jeden Job der mit Schönheit zu tun hat, auch wenn das eine Menge kostet ...

Nip/Tuck ist nicht wie die sonstigen Arztserien. Die besticht durch intelligente Charaktere und interessant-authentische Storys. So sucht Frauenschwarm Christian (Julian McMahon) auf einer Pornoparty nach neuen Kunde, während der verklemmte Sean (Dylan Walsh) versucht, seine Ehe zu retten. Nebenbei beschäftigen sie sich mit Ex-Mafiaboten oder Transsexuellen, die eine Geschlechtsumwandlung möchten. Die Storys sind einfallsreich und oft von derbem Humor geprägt. Die Charaktere sind ausgezeichnet. Die beiden Ärzte könnten unterschiedlicher nicht sein und so kommt es zu Konflikten, die der Serie ihren Reiz gibt. Man erfährt viel über das vollkommen unterschiedliche Privatleben der Ärzte und deren Familie. Dabei verliert die Serie nie ihren Sinn für Humor, allein schon die Storys lassen einen schmunzeln.

Natürlich wird auch ab und zu geschnippelt. Doch das ist eigentlich nur eine Nebensache der Serie. Meist werden nur die Probleme und Erfolge der Charaktere geschildert. Wenn dann mal etwas im OP zu sehen ist und z.B. eine Brust ausgestopft wird, dann ist das meist sehr abstrus, aber immer noch deutlich niveauvoller als der trashige RTL-Ableger „Beauty Queen“.

Ein weiteres Plus sind die perfekten Darsteller. Dylan Walsh spielt den Familienvater Sean einfach grandios, Julian McMahon spielt eher den coolen Frauenschwarm. Aber auch die Gaststars sind sehr gut. Die Serie stammt aus der Feder von Ryan Murphy, der auch die Teenieserie „Popular“ schrieb. Die Serie war 2004 für den Golden Globe nominiert, auch im Jahr 2005 ist sie nominiert – in drei Kategorien !!

Fazit:
Geniale Serie mit Suchtpotenzial. Authentische Fälle und ausgezeichnete Charaktere geben der Serie ihren Reiz. Gemischt mit den tollen Aufnahmen, ist Nip/Tuck eine nahezu perfekte Serie, die Sex and the City problemlos das Wasser reichen kann.


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