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Vergessenen, Die (2004)

Eine Kritik von cheministry (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 13.12.2004, seitdem 1879 Mal gelesen


Inhalt:
Telly (Julianne Moore) kommt nicht über den Tod ihres acht Jahre alten Sohnes hinweg, der bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam. Ihr Psychater (Gary Sinise) eröffnet ihr später, dass sie nie einen Sohn hatte und sich das alles nur eingebildet hat. Nicht willens dies zu glauben, versucht sie mit Ash (Dominic West), der unter dem gleichen Schicksal leidet zu beweisen, dass ihre Kinder gar nicht tot sind.

Das alles klingt eher nach einem Drama und die ersten Minuten lassen auch ein solches erwarten. Allerdings ändert sich das im weiteren Verlauf der Storyline, die später auch in Thriller und Mystery - Gefilden wildert. Dabei baut sich langsam Spannung auf. Zwischendurch hat der Film sogar immer wieder überraschende Sequenzen zu bieten. Zum Ende bekommt der Film noch etwas Gruselatmosphäre spendiert. Die letzte Einstellung hätte man sich allerdings sparen können. Das war dann wieder zu routiniert und auch kitschig. Auch von den Rückblenden zu ihrem Sohn hätte man eine oder zwei weglassen können, ohne wichtige Informationen zu verlieren. Dies ist wieder mal so ein Film, über dessen Geschichte man möglichst wenig Worte verliert. Um nichts vorwegzunehmen.
Die Spielzeit ist relativ knapp und tzrotzdem besitzt der Film eine angenehme Atmosphäre. Es wirkt oft etwas trist. Dabei ist das Bild auch meist in einheitlichen Tönen gehalten. Positiv aufgefallen ist mir noch der Score von James Horner, der zwischendurch immer wieder mit bedrohlichen Themen seinen Beitrag leistet.
Julianne Moore spielt souverän gut, wenn auch manchmal etwas zu weinerlich. Für meinen Geschmack hätte Gary Sinise noch etwas öfter gezeigt werden können, aber genau wie der Rest der Cast ist seine Leistung ausgesprochen passend. Wirklich negativ aufgefallen ist keiner.
Leider hat Joseph Rubens Film viele schlechte Kritiken bekommen. Klar hätte man auch mehr daraus machen können. aber so, wie es nun ist, hat es mir sehr gefallen. Erklärungen sucht man zwar vergeblich und das mag wohl einige Leute stören. aber man sollte nach dem Abspann einfach mal ein bisschen seine Fantasie spielen lassen.

Fazit:
Mystery-Thriller, der mit einigen überraschenden Sequenzen dienen kann, atmosphärisch gut dabei und sauber inszeniert ist. Nur für die letzten Bilder und die (wenn auch nur selten eingesetzte) Tempobremse an einigen Stellen gibt's Abzug.


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