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Vergessenen, Die (2004)

Eine Kritik von tyler_durden (Bewertung des Films: 6/10)
eingetragen am 21.12.2004, seitdem 370 Mal gelesen


Nachdem der Trailer recht vielverspechend aussah, musste ich das Endprodukt unbedingt anschauen. Vor allem wenn ein Film zudem noch eher mäßige Kritiken bekommt, lässt dies auf eine unterschätze kleine Filmperle hoffen.

Terry Paretta (Julianne Moore) befindet sich in psychiatrischer Behandlung, weil sie den tragischen Tod ihres Sohnes nicht vergessen kann. Doch ihr Sohn soll angeblich nie existiert haben, alles sei eine Erfindung ihrer Fantasie. Selbst ihr Ehemann kann sich nicht an einen gemeinsamen Sohn erinnern, und eines Tages sind auch Terry´s Fotoalbum und Videobänder gänzlich leer. Langsam glaubt sie an eine großangelegte Verschwörung und forscht nach. Sie geht zu einem Mann, Ash (Dominic West), der seine Tochter bei dem gleichen Unglück verlor, doch auch er kann sich zunächst nicht erinnern. Doch plötzlich kommt bei ihm die Erinnerung zurück und auch die NSA steht prompt Gewhr bei Fuss.....

Der Film ist von Anfang an recht spannend gemacht und bietet auch einige Actioneinlagen und Schockmomente.
Doch leider wird die Story mit der Zeit relativ konfus, aber Mysteryfilme beinhalten ja manchmal ziemlich obskure Elemente, die den Film erst reizvoll machen. Hier passt dies jedoch nur bedingt, vor allem da es keine richtige Aufklärung gibt, warum und weshalb das überhaupt alles so vonstatten geht. Aber hier versaut vor allem das Ende fast den gesamten Rest, da es partout nicht dazu passt und irgendwie lächerlich wirkt.

Julianne Morre spielt ihre Rolle hier recht überzeugend, man glaubt ihr die verzweifelte Mutter ab, die alle Berge der Welt versetzen würde um ihren Sohn wiederzukriegen.
Der Rest vom Cast bleibt dagegen eher blass, was aber nicht unbedingt sehr negativ auffällt.
Von der Regie her ist es recht gut gemacht, es gibt einige sehr gute Kameraeinstellungen, z.b. von alls Terry und Ash beim fahren vom NSA-Auto volle Breitseite gerammt werden.

Insgesamt kann man sagen, das hier enorm viel Potential verschenkt worden ist. Der Film ansich ist anschaubar und eigentlich auch recht spannend. Wenn bei der Story zum Ende hin nur nicht so derbe geschlampt worden wär, dann wäre dies bestimmt einer der Mysterythriller des Jahres geworden. So ist es leider nicht mehr als recht guter Durchschnitt.
6 von 10 Punkten.


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