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Retrograde - Krieg auf dem Eisplaneten (2004)
Eine Kritik von Kiste (Bewertung des Films: 2/10) eingetragen am 23.04.2011, seitdem 318 Mal gelesen
Im Jahre 2204 wütet auf der Erde eine Seuche, die die ganze Menschheit auszurotten droht. Deshalb reist John Foster zusammen mit einer Special Forces Einheit im Raumschiff Parsifal in die Vergangenheit, um die Ursache dieser Katastrophe zu verhindern. Doch Foster und seine Soldaten werden angegriffen. Während seine Crew getötet wird, kann er als einziger flüchten und stößt in der Antarktis auf ein Forschungsschiff, das für die Seuche verantwortlich sein soll. Doch er kommt zu spät: Das Forschungsschiff hat bereits die außerirdischen Kometenbrocken geborgen, sodass das Virus den ersten Menschen infizieren konnte. Von da an tobt in der Eishölle ein gnadenloser Kampf ums Überleben - und überleben wird nur der Stärkste!
Um mal das Fazit vorweg zu nehmen, was passiert wenn ein an sich schon grottiger Film auf eine deutsche Synchro trifft die jedem die Zähne zieht? Gut Lippensynchronität muß nicht unbedingt sein aber muß man denn wirklich jeden dahergelaufenen Penner (sollte ich jetzt jemand beleidigt haben, war das volle Absicht) in ein Studio zerren und seinen Verbaldurchfall auf Band aufnehmen?
Naja, zum Film an sich kann man nicht viel sagen außer das er in der Vita des alten Schweden wohl sowas wie ein übles Furunkel sein dürfte, denn es gibt beinahe gar nichts was man an diesem Werk ansatzweise positiv finden könnte. Wer über die Story mal nachdenkt findet Zeitparadoxien en masse, abgesehen von der Tatsache das sie reichlich abgedroschen ist. Sets gibt es nur in der Sparversion, Schauspieler benehmen sich so als hofften sie niemals mit diesen Film in Verbindung gebracht zu werden. Apropos, da hat man doch tatsächlich einen Gary Daniels im Cast und läßt ihn nicht mal eine winzige Chance seine Kampffertigkeiten auszuspielen, wer hat da eigentlich das Casting gemacht oder das Drehbuch, oder die Regie? Hier greift wirklich jedes Zahnrad zielsicher am nächsten vorbei in allen Belangen.
Und warum heißt die ganze Suppe überhaupt Krieg auf dem Eisplaneten? Einen Krieg an sich gibts hier keinen, maximal bewaffnete Konflikte kleiner Gruppen und Eisplanet? Wir sind hier nicht auf Hoth sondern auf der Erde, daher nochmals herzlichen Dank an den deutschen Publisher für korrekte Arbeitsweise.
Mensch Dolph, du hast uns einige gute und ne Menge mittelmäßige Filme beschert, solltest du nicht unter dem fetisch leiden Filme in Motorradkluft zu bestreiten, achte doch mal bitte auf deine Rollenauswahl. Ich weiß du hattest keinen Bock hierauf, man siehts, aber auch Schauspieler haben das Recht nein zu dagen, wenn ihnen ein Script dieses Formats ins Haus flattert.
Hier stimmt insgesamt leider wenig bis gar nichts, lahme Action, Fights und Shootouts, dieser Film gehört dahin, wo er hergekommen ist, im ewigen Eis verbannt.
1,5/10
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