Eine Kritik von Adam Kesher eingetragen am 04.07.2005, seitdem 1408 Mal gelesen
Ein Dieb (Horácio Salinas) trifft auf einen Alchimisten (Alejandro Jodorowsky), der ihm sieben Repräsentanten verschiedener Planeten des Sonnensystems vorstellt. Gemeinsam entsagen sie allen weltlichen Gütern und machen sich auf den Weg, den heiligen Berg zu erklimmen, um das Geheimnis des ewigen Lebens zu lüften…
Regie-Exzentriker Alejandro Jodorowsky organisiert seine philosophische Odyssee als verschwenderisch in Szene gesetzte Sturzflut surrealistischer Bilder und fremdartiger Klänge, deren meisterlicher Umgang mit Materialität und Spiritualität, Religion und Philosophie und den verborgenen Seelenwelten des Menschen zweifellos staunenswert ist. Dass er sich zwischen all den geistreichen und humorvollen Eindrücken auch mal in banale Mätzchen verliert, mag als Zugeständnis oder eher noch als joviale Verbrüderungsgeste an das Publikum gedeutet werden. Der unbedingte Vorrang des schier unerschöpflichen Bildwuchers vor dem charakterlich blassen Figurenpersonal verhindert allerdings eine emotionale Einbindung des Zuschauers, sodass der Film eher die Züge einer säkularhumanistischen Argumentationskette denn einer ausgereiften Erzählung trägt.
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