Eine Kritik von Sardu (Bewertung des Films: 9/10) eingetragen am 03.10.2007, seitdem 940 Mal gelesen
Der Sohn eines sadistischen Vergewaltigers, der eine Vorliebe für NS Symbolik und Konzentrationslager hat, entschließt sich eines Tages in seines Vaters Fußstapfen zu treten. Was bedeutet, dass er hübsche Mädchen kidnappt, vergewaltigt, in jeglicher Form quält und erniedrigt um sie dann abzuschlachten.
Eines ist klar: Exzesse im Folterkeller ist auf Zelluloid gebannte Frauenfeindlichkeit. Selten habe ich einen Film gesehen, in dem die Frau als solche so gering geschätzt wurde. Die sexuelle Perversion, gepaart mit der absoluten Frauenverachtung, die hier an den Tag gelegt wird, machen diesen Streifen zu einem Werk, dass für Otto Normalverbraucher schlicht und ergreifend abstoßend ist. In der Zeit der Emanzipation wäre dieser Streifen nicht denkbar, auf jeden Fall nicht in Europa.
Der Film erinnert von der Erzählweise her ein wenig an das Buch "American Psycho". Spricht es gibt keine Handlung, eher eine Aneinanderreihung von Geschehnissen. Positiv fand ich die Charakterisierung der Hauptfigur, sowie die gute schauspielrerische leistung des selbigen.
Splatter gibt es so gut wie garnicht. Hier steht die Perversion eindeutig im Vordergrund. Diese ist allgegenwärtig, und es vergehen eigentlich keine 10 Minuten ohne.
Trotz der fehlenden Handlung ist der Film spannend, langweilig wirds aufgrund der Menschenverachtung sowieso nicht. Der Film ist nur für Menschen gemacht, die nichts gegen Vergewaltigung und sexuelle Erniedrigung in Filmen einzuwenden haben. Die dargestellten Vergewaltigungen gehen schon stark in Richtung Bondage bzw S/M Pornofilm, nur dass es keine Hardcore Einstellungen gibt.
Fazit: Wer die Handlung bzw einige Reviews gelesen hat, weiß auf was er sich einlässt. Ein Erwachsener Mensch ist durchaus in der Lage einen Film, von dem er weiß, dass er ihm nicht zusagen wird, im Regal stehen zu lassen. Mir persönlich hat der Film sehr gut gefallen, Sexploitation auf höchstem Niveau, von den Japanern gekonnt perfektioniert, wird hier in einer Art und Weise geboten, die in unserern Breitengeraden undenkbar wäre. Wer solche Filme mag, wird an diesem seine helle Freude haben. Aufgrund der nicht vorhandenen Splattereffekte bekommt er "nur"
9/10 Punkte
Zur DVD: Es gibt eine holländische DVD von Japan Shock, die den Titel "Star of David" trägt. Die DVD hat deutsche und englische Untertitel, den Film selbst gibts nur auf Japanisch. EIne deutsche DVD gibt es selbstverständlich nicht... Preis beläuft sich bei ca 11-14€, Bildquali ist hervorragend.
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