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SpongeBob Schwammkopf Film, Der (2004)

Eine Kritik von Apollon (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 29.12.2004, seitdem 566 Mal gelesen


Schon seit langem haben nicht nur die Kleinen, sondern auch die stattlichen Erwachsenen das aufgeweckte Schwämmchen aus Bikini Bottom in ihr Herz geschlossen. Die "SpongeBob Schwammkopf"-Serie findet gar soviel Anklang, dass es nun sogar ein ganzes, dem Humor der TV-Serie natürlich treu bleibendes SpongeBob-Abenteuer in Spielfilmlänge auf die große Kinoleinwand geschafft hat.

Mit einem wahrlich guten, zunächst in Realfilmsequenzen angesiedelten Gag gelingt hier der Startschuss für einen circa 90-minütigen Spaß für Jung und Alt. Dann tauchen wir auch schon ab in die Welt von Bikini Bottom, der Heimat von SpongeBob, in der Fiesling Plankton die alleinige Krabbenburger-Herrschaft zu übernehmen versucht. Dieser hat König Neptun nämlich die geliebte Krone gestohlen und den Diebstahl Mr. Krabs, dem Krabbenburger-Paten, anschließend in die Schuhe geschoben, um so an das geheimnisvolle Rezept von Mr. Krabs' Spezialität zu gelangen. Der Krabbe geht es an den Kragen, wird die in Shell City verschollene Krone nicht binnen sechs Tagen wieder auf der polierten Glatze von König Neptun sitzen. In Begleitung des Seesternes Patrick macht es sich unser Held natürlich zur Aufgabe, des Königs heilige Krone zurückzubringen, die damit verbundenen Gefahren zu überwinden, die auf die beiden lauern werden, und nebenbei seine Männlichkeit unter Beweis zu stellen.

Mehr wie einen schlichten Aufhänger für den einfallsreichen Klamauk stellt die im Kern kaum außergewöhnliche Geschichte zugegebenermaßen zwar nicht dar, doch dafür trifft der Humor anständig ins Schwarze und bedient eine breitgefächerte Palette. Wie in der TV-Serie gefällt besonders die exzessiv gezeichnete Gesichtsmimik der Zeichentrickfiguren in prekären oder anderweitig sonderbaren Situationen. Aber auch Sarkasmus und Filmanspielungen sind neben kindergerechten Witzen in der Unterwasserwelt anzufinden. Eine gelungene "Batman"-Persiflage etwa ist das Hamburgermobil und nicht zuletzt schlüpft David Hasselhoff in einem Gastauftritt selbstironisch in seine legendäre "Baywatch"-Rolle. In einem einmalig sympathisch blödsinnigen Einfall fungiert er als Schnellboot und lässt, um SpongeBob und Patrick in die Tiefsee zu katapultieren, zu guter Letzt seine künstlich aufgeblähten Brustmuskeln spielen - sollte man einmal gesehen haben.

Am Ende kommen die anderen in der TV-Serie ebenfalls beheimateten Meeresbewohner vielleicht etwas zu kurz, doch dies lässt sich bei einem logischerweise mehr auf den Serienstar fixierten Film sicherlich auch nur schwerlich vermeiden. Dennoch bleibt der Spaß überwiegend ungetrübt und so wird jeder eingefleischte SpongeBob-Schwammkopf-Fan an dem kurzweiligen Werk auf jeden Fall seine Freude haben.


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