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Havoc (2005)

Eine Kritik von Sarge@the.movies (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 23.03.2006, seitdem 356 Mal gelesen


Inhalt:
Allison (Anne Hathaway) und ihre Freunde sind reiche Kids, die in einer Nobelgegend von Los Angeles wohnen. Gemeinsam leben sie den "Gangsta-Lifestyle", wie er ihnen von unzähligen Hip-Hop-Videos im Fernsehen vorgemacht wird. Die dazugehörigen Partys mit Sex und Drogen, sowie gelegentliche Schlägereien mit anderen "rich kids" sind das Einzige, was ihrem geregelten Leben einen Kick gibt. Nachdem sie auf einer Fahrt zur Drogenbeschaffung den echten Gangster Hector (Freddy Rodriguez) kennengelernt haben, den Chef einer Latino-Gang, zieht es Allison immer wieder magisch dorthin. Sie meint Hector näher kennenzulernen und möchte schliesslich zusammen mit ihrer besten Freundin seiner Gang beitreten. Doch das Aufnahmeritual der Gang ist härter als gedacht und die Situation eskaliert...

Kritik:
Ein sehr interessanter Film, der sich der Problematik gelangweilter Wohlstands-Kiddies annimmt. Es ist schon ziemlich traurig zu sehen, dass diese Kids überhaupt keine eigene Identität haben und sich nur durch das Nachmachen von Gangsta-Rappern definieren. Da gehört dann auch die ganze Latte an Audrücken dazu, was ziemlich witzig wird, wenn sich zwei weisse Jungs ständig mit "Nigga" anreden.
Der geneigte Zuschauer hat, wie schon bei dem Film "Thirteen", die ganze Zeit eine düstere Ahnung, dass dieses "sich in Gefahr begeben" irgendwann schief gehen wird. So probieren die Kiddies wie selbstverständlich sämtliche Drogen durch, sogar Crack. Die Szene ist ziemlich beängstigend, wenn zwei Mädchen aus guten Verhältnissen, einfach für den Kick Crack rauchen und sich gegenseitig als "Crackwhore" titulieren.
Wie Hector später sagt, ist für die Mädchen alles nur ein Spiel, ob sie einem reichen Alten in der Bar sein Koks abschwatzen oder das Gang-Aufnahmeritual durchspielen - doch irgendwann können sie das Spiel nicht mehr kontrollieren und es gibt ein böses Erwachen.

Möglicher Kritikpunkt ist, ob das Gezeigte wirklich voll nachvollziehbar ist. Denn die Mädels verhalten sich für normale Begriffe schon ziemlich schwer vorstellbar - aber andererseits konnten sich viele Eltern sicher auch nicht vorstellen, dass ihr Kind mal so endet wie in "Christiane F.". Ausserdem ist die Message dem anspruchsvollen Cineasten sicher zu plakativ geraten. Etwas mehr Subtilität hätte sicher nicht geschadet, aber ich kann gut damit leben.

Die Besetzung fand ich sehr gut. Anne Hathaway und Shiri Appleby sehen immer so aus, als könnten sie kein Wässerchen trüben. Grade Hathaway kann in diesem Film aber mal was ganz anderes zeigen, wenn sie im Nu von brav zum totalen Vamp umschaltet und ihren attraktiven Body sehen lässt. Die gezeigten Babes sind auch allesamt sehr hübsch.
Sehr gut kommen auch die Latino-Brüder, die man immer in solchen Rollen sieht.
Für Hip-Hop-Freunde dürfte der Soundtrack sicher ein Quell der Freude sein - ich fand ihn auf jeden Fall passend.


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