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Vermächtnis der Tempelritter, Das (2004)

Eine Kritik von Dr. Bollshit (Bewertung des Films: 3/10)
eingetragen am 26.05.2005, seitdem 498 Mal gelesen


Es hätte so schön werden können...

Als einer der wohl größten Fans des PC-Spiels Broken Sword (auf Deutsch: Baphomets Fluch, ein Abenteuer rund um die Tempelritter) und noch viel größerer Fan von Indiana Jones, hatte sich Dr. Bollshit sehr auf diesen Film gefreut. Doch wieder einmal meinte das Schicksal es nicht gut mit ihm. Kaum fing der Film richtig an, kam dieses bestimmte Gefühl in ihm auf. Er kannte dieses Gefühl schon aus Filmen wie Tomb Raider oder gar Tomb Raider 2, die sich damit brüsteten, das Erbe von Indy anzutreten.
Wie soll Dr. Bollshit dieses Gefühl beschreiben?
Es ist eine Mischung aus Enttäuschung, Wut und Trauer.
Enttäuschung über ein weiteres Scheitern eines Abenteuerfilms bzw. Tempelritter-Films, Wut auf
die Verantwortlichen und schließlich Trauer über den Verlust der Hoffnung, dass jemals wieder etwas in der Qualität der Indiana Jones-Filme produziert wird. Wo wir schon dabei sind, Dr. Bollshit glaubt nicht einmal, dass Indy IV (falls er je gedreht wird) diese Qualität erreichen kann.

Abgesehen davon, dass der Film einen absolut dämlichen und unpassenden deutschen Titel hat, weist "National Treasure" viele Mängel auf, wie z.B. eine Prise zuviel amerikanischen Patriotismus, einen viel zu sympathischen "Bösewicht" und einen nervigen, total unterbelichteten und völlig entbehrlichen Assistenten.

Also ehrlich: Wozu braucht er einen Assistenten?

Erwähnenswert ist auch die fehlbesetzte
Diane Kru(ü)ger, die hier die Rolle des zwanghaft in das Drehbuch hineingeschusterten weiblichen Protagonisten verkörpert und unglücklicherweise auch noch sich selbst synchronisiert.
Was aber am meisten stört, ist, dass National Treasure wie ein Flickenteppich aus Szenen anderer Filme daher kommt. Wie z.B. die Rollen von Jon Voight als Schatzsucher-Vater und Harvey Keitel als Mitglied der Freimaurer und Beschützer des Schatzes, die so 1:1 aus Indy 3 übernommen worden sind.
Hinzu kommt eine verdächtig nach "American Beauty" klingende Musik.

Höchstens die Leistung von Nicolas Cage, die Effekte und die an Broken Sword erinnernden Rätsel fanden die Zustimmung Dr. Bollshits. Doch dies allein macht keinen guten Film aus und so diagnostiziert der Doktor nur 3/10.


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