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Brothers Grimm (2005)

Eine Kritik von VincentBale (Bewertung des Films: 5/10)
eingetragen am 08.10.2005, seitdem 454 Mal gelesen


Wie soll man an einen Film wie Brothers Grimm heran gehen?
Was erwartet den Zuschauer?
Genau diese Frage stellte ich mir auch.
In Gedanken noch an Tim Burtons Big Fish erinnert erhoffte ich ähnlich Fantasievolle Welten die einen verzaubern.
Meine andere Erwartungshaltung bezog sich auf Terry Gilliams frühere Werke. Der geniale 12 Monkeys,sowie der ebenfalls gute Fear and Loathing in Las Vegas ließen auf einen skurilen, atmosphärischen Film mit Märchentouch hoffen.

Dies alles kann man Brothers Grimm jedoch nicht zuschreiben, jedenfalls nicht 100%ig.

Dem Film fehlt es vorallem an einer klaren Marschrichtung.
Einerseits will er ein Märchnfilm sein, doch baut er dazu zu oft Spannungsbögen auf und ist zudem zu hart geraten. Andererseits versucht er es auf der Gruselschiene, was aber durch die viel zu vielen Witze (dazu noch in 9 / 10 Fällen schlechten) ebenfalls scheitert.
Hat man gerade etwas an Spannung aufgebaut kommt beispielsweise dieser Idiot von General mit seinen Sparwitzen. Völlig unnötig.Überhaupt versucht der Film krampfhaft witzig zu sein, was von vorneherin zum scheitern verurteilt ist.
Es mag auch an meiner Art von Humor liegen, jedoch fand ich die Witze nciht sehr berauschend.

Ein weiterer Minuspunkt ist die Story. Zu eindimensional und eintönig.
Minutenlang passiert nichts wichtiges, ähnlich schon wie bei Wächter der Nacht.
Sehr originell hingegen die Idee die verschiedensten Märchen der Grimm`s einzubauen.Pluspunkt an dieser Stelle.
Zwar wäre es schön gewesen diese zu vertiefen,aber immerhin.
Aus den Latschen hat es mich dann aber gehauen als der Lebkuchenmann erschien.
Ich dachte ich gucke nciht richtig. Gilliam muss immernoch die Nachwirkungen seines Drogentrips aus Fear and Loathing in Las Vegas spüren um so einen absurden Unsinn zu drehen.
Mit der ein oder anderen ekligen Szene muss man dann auch schonmal rechnen und für den ein oder andren steht auch mal ein kleiner Schockmoment bereit.
Doch fesseln kann das ganze dann wiederum nicht,wodurch es an einer richtige Atmsphäre fehlt und der Zuschauer nicht in einen Bann gezogen wird.
Äußerst schade und immens verschenktes Potential.

Verdammt gut gelungen und vollends überzeugen konnten dafür die wirklich tollen Sets und der gute Score.
Eine tolle Optik und gekonntes passendes Spiel mit Farbfiltern unterstreicht von schönen Instrumentalstücken.
Beides läßt den Film um einiges besser erscheinen.

Schauspielermäßig gibt es auch nciht viel zu bemängeln.
Matt Damon und Heath Ledger machen ihre Sache durchaus gut und hamonieren gut miteinander.
Aber Ledger hat mir im Vergleich weitaus besser gefallen als Damon.
Die anderen Darsteller bleiben zwar blaß,aber fallen nciht negativ auf.

Regietechnisch wurde alles bestens gemacht.
Vorallem die tollen Kamerafahren waren ein Genuß und schön mit anzusehen.
Gilliam ließ seiner Fantasie freien Lauf,aber scheint durch das schwache Drehbuch doch arg unter seinen Möglichkeiten geblieben zu sein.
Vielleicht ist es auch einfach nciht sein Genre.
Ih hätte zu gerne gesehen was ein Mann wie Tim Burton aus dem Film gemacht hätte. Er scheint für mich doch ohne Frage die Idealbesetzunbg zu sein.

Fazit:

Erneut scheitert ein FIlm an seinen eigenen Ansprüchen.
Doch alle guten Dinge sind bekanntlich drei.
Und nachdem jetzt Wächter der Nacht und Brohers Grimm doch weit unter ihren Möglichkeiten ausfielen bleibt es an History of Violence hängen den Karren aus dem Dreck zu ziehen.
Zu Brothers Grimm bleibt zu sagen das er wohl besser zu Hause auf DvD statt im Kino aufgehoben ist.
Regie sowie Schauspielmäßig gibt es nichts zu bemängeln, dies täuscht aber über das schwache Drehbuch nciht hinweg und hinterläßt einen gerademal durchschnittlichen Film.

Mit Bedenken noch so die 5

Wertung 5 / 10


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