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Ocean's Twelve (2004)

Eine Kritik von Loy (Bewertung des Films: 4/10)
eingetragen am 20.12.2004, seitdem 357 Mal gelesen


Vorweg: Ich war im Double-Feature und konnte die beiden Teile so sehr gut vergleichen. Ich mache es kurz: Die Liste der guten Gemeinsamkeiten ist sehr kurz; dazu gehört die Starbesetzung, die aber bekanntermaßen noch lange keinen guten Film ausmacht. Diese Fortsetzung war für mich die Enttäuschung des Jahres 2004.

Nach dem Ende des ersten Teils konnte man sich ausrechnen, daß der Casinobesitzer die Gruppe jagen wird. Direkt zu Anfang des Films hat er sie dann auch schon gefunden, und zwar jeden einzelnen (ohne jede Erklärung) und die machen sich auch, wie ein Teenie der beim Kaufhausklau erwischt wurde, auch brav direkt in die Hose und wollen das gestohlene Geld wieder zurück geben (da hätte ich wirklich was anderes erwartet, aber so simple strickt man Fortsetzungen).

Ab nun folgt eine konfuse Handlung und die genialen Ideen bei der Planung von Brüchen und der Witz des ersten Teils sucht man vergeblich. Gerade der Humor wirkt teilweise schwer aufgesetzt und verpufft mit einem Eindruck der Amateurhaftigkeit - 2-3 Gags zünden, aber das war´s dann auch. Dazu zähle ich übrigens nicht die unnötige Episode, in der Julia Roberts sich aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit Julia Roberts als diese ausgibt. Haha, was haben wir gelacht (ich dachte eigentlich so dämlich Gags gibt es nur in Bridget Jones und Co)

Die Planung der Brüche ist lächerlich. Da erfährt man 2 Tage vor dem Bruch wo er stattfinden wird und hat dann auch schwupps schon ein Modell des Gebäudes mit seinen Sicherheitssystemen auf dem Tisch. So ein Schwachsinn passiert die ganze Zeit und macht den ganzen Film unglaubwürdig. Weiterer Höhepunkt ist der turnende Franzose bei den bewegten (!) Bewegungsmeldern, die zufallsgeneriert ihre Richtungen ändern (daß so eine unsinnige Erfindung nicht funktionieren kann sei mal dahingestellt).

Die Interpol-Frau (C.Zeta-Jones), die zufällig (stöhn) Brad Pitts Freundin war ist nervtötent schlau beim Auswerten noch so kleiner Spuren und warum sich der französische Meisterdieb von dem Team so angepisst fühlt ist mir eben falls ein Rätsel.

Im Nachhinein geht es im Film nur darum wer wem zuvorkommt oder die Schritte des anderen vorausahnt und dementsprechend reagiert. Das alles läuft zu hektisch und auch völlig unrealistisch ab - vielleicht hätte man diesen Film mit entsprechenden Verbesserungen auf mindestens 2 oder 3 Teile aufteilen können. Bisher dachte ich, daß es bei Ocean´s Filmen darum geht coole Brüche zu planen und durchzuführen - dem ist wohl nicht so und den kostenpflichtigen Besuch eines dritten Teils werde ich mir sparen.

4 Punkte - sorry, aber ich wüßte nicht, warum ich mehr geben könnte.


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