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Ocean's Twelve (2004)

Eine Kritik von Schlombie (Bewertung des Films: 6/10)
eingetragen am 08.10.2007, seitdem 299 Mal gelesen


Ocean´s Eleven war ein kurzweiliges Werk mit interessanten Figuren, deswegen habe ich mich sehr auf diese Fortsetzung gefreud. Nun ist auch Teil 2 sehr stilvoll erzählt. Exzellente Bilder, gut gestilte Schauspieler, die deswegen nicht gleich unecht oder überheblich daherkommen und zu guter letzt eine wirklich hervorragende Musikauswahl, die den Film wirklich zu jedem Zeitpunkt bestmöglichst unterstützt.
Allerdings ist die Fortsetzung im Vergleich auch ein Ärgernis. Ähnlich wie im ersten, wird etwas mit der Starbesetzung geblendet, wenn man mal bedenkt wie oft wer vorkommt. Julia Roberts zu den Hauptdarstellern zu nennen ist genau so dreist wie Matt Damon als solches zu bezeichnen. Letzterer spielt wieder richtig gut, kommt aber viel zu selten vor. Brad Pitt und George Clooney haben diesmal, ganz im Gegensatz zu Teil 1, den Löwenanteil und Gott sei gepriesen diesmal auch gute Dialoge. Gerade ihre gemeinsamen Szenen in Teil 1 waren ja erstaunlich gestellt, diesmal funktionieren ihre gemeinsamen Auftritte. Ein Gastauftritt von Bruce Willis und die Idee wie Julia Roberts in das kriminelle Geschehen mit hineingezogen wird gehören ganz klar zu den Pluspunkten des Films. Ärgerlich, wie so oft, war die wiedermal unsympatische Zeta-Jones, die zwar hervorragend in den Rollenpart der arroganten Ermittlerin hineinpasst, leider aber so gar nicht in den Rollenpart der verletzten Frau.
Wie die ganze Geschichte ins Rollen kommt ist mit Sicherheit mäßig zu nennen. Und dies ist erst der Anfang. Die kleinen Ideen im Film sind meist gelungen, aber die richtige Geschichte lebt von zu vielen Zufällen, Absonderheiten und zu gewollter Verwirrung. Die Wendungen sind flach und unglaubwürdig, der eigentliche Hauptcoup so uninteressant und ininspiriert, dass es kaum wundert, dass diesem auch kaum Beachtung innerhalb der Geschichte geschenkt wird.
Was bleibt ist ein optisch hervorragender Film, mit einer der besten Musikuntermalungen der letzten Jahre und einer locker flockigen Atmosphäre dank seichtem Humors, so wie wir es von Teil 1 gewöhnt waren. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger stand den Machern leider nur ein hundsmiserables Drehbuch zur Verfügung. Ich kenne die Hintergründe zwar nicht, aber mich würde es nicht wundern, wenn der Film aufgrund seines Erwartungsdrucks wieder mal zu sehr von den Produzenten in die Hand genommen wurde. Wäre ja nicht das erste Mal.


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