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Hooligans (2005)

Eine Kritik von ansuz99 (Bewertung des Films: 5/10)
eingetragen am 20.10.2005, seitdem 1627 Mal gelesen


Oh Mann – da könnte man doch glatt denken, man hätte einen unterhaltsamen, netten Film gesehen, während da der Abspann läuft. Aber irgendwer oder -was klopft da mit dem Zeigefinger von innen an die Schädeldecke. „Hallo – geht’s noch, oder was ?“ Also, ich versuche das Ganze mal auseinanderzuklamüsern:

Story : Schmachtlappen fliegt – natürlich zu unrecht- von der Elite – Uni und landet dann mir nix Dir nix in der Hool-Szene, dabei wollte er doch nur die Schwester jenseits des Teiches besuchen. Im weiteren Verlauf werden uns Mitglieder, Aufbau, Mechanismen, Tagesablauf und was weiß ich was der „Firma“ vorgestellt, und –ach ja- deren Lieblingsbeschäftigung, die ja bekanntlich darin besteht, dem gegnerischen Pendant eins auf die Fresse zu kloppen und das natürlich so, dass man weit und breit im Land als coolste, tollste, härteste Firma gilt. Ok, das alles ist gar nicht abwertend gemeint, es ist ja schließlich ein Hool-Film; auch wenn ich nie verstanden habe, was in deren Spatzenhirnen so vor sich geht. Dieser Film erklärt es mir allerdings auch nicht.

Warum nicht ? Weil das ganze Drehbuch samt Plot mit senien Charakteren und ihren Beziehungen zueinander eine einzige Übertragung schmieriger Kitsch-Schmonzetten auf das Thema ist. Liebe, Eifersucht, Verrat – das alles gibt es so auch in der LINDENSTRASSE oder UNTER UNS. Wir lernen also mit dem guten Elijah Wood, dass man – „wenn man erst mal merkt, dass man nicht aus Glas ist“ (Filmzitat), im Streetfighting zum Mann reift, blablabla.

Sauer aufgestoßen ist mir die stupide, ja kitschige Handlung: Es gibt gute, es gibt böse auf die Fresse-Hauer, Wood gehört natürlich zu den guten; und die Moral: Auch wenn einer krepiert ist, einer fast und eine Familie zerstört, fürs Leben hat man ja gelernt: Wenn es hart auf hart kommt, gibt es was auf die Fresse. So kommt man zurück an die Elite-Uni und der Freund im Himmel ist bestimmt mächtig stolz auf einen. Ich könnte kotzen …

Die technische Umsetzung ist eher B-Movie like, aber das bekommt dem Film ganz gut, da es zum Thema passt und die Distanz vor allem in den Prügel-Szenen aber auch ganz allgemein zum Gesehenen verringert.

Was soll’s, ich reihe mich jedenfalls nicht in den Chor der Jubler ein. HOOLIGANS ist mir einfach zu kitschig und die Ideologie am Schluss hat mir überhaupt nicht gefallen. Ein blöder Film. Wahrscheinlich stehe ich relativ allein mit meiner Meinung da, ich hoffe aber, dass der ein oder andere das ähnlich sieht. 5/10, höchstens.


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