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Hooligans (2005)

Eine Kritik von Murphy MacManus (Bewertung des Films: 10/10)
eingetragen am 12.08.2007, seitdem 377 Mal gelesen


Was für ein geiler Streifen. Ein Film, der ein Thema behandelt, welches sehr umstritten ist. Es geht um Hooligans und deren Lebensstil und Wertvorstellungen. Und ich denke aufgrund der vielen Zwischenfälle im internationalen Fußballgeschehen war solch ein Film längst überfällig. Hier wird geschickt und authentisch die dunkle Seite dieses Sports beleuchtet bzw. enthüllt. Was geht in diesen Menschen nur vor, die Fußball benutzen um ihre Gewaltphantasien und -bedürfnisse auszuleben? Ich denke, dass es keinen Film dieser Gattung gibt, der sich mit diesem hier nur annähernd messen kann. Und das zu Recht. "Hooligans" zeigt, dass es diesen Leuten um viel mehr als nur Gewalt geht. Freundschaft, Anerkennung, Loyalität, Hilfsbereitschaft, Aufopferung. Alles Tugenden die im normalen Leben von großer Bedeutung sind. Ich möchte diese ganze "Popkultur" in keinster Weise schön reden, da ich mich persönlich strikt von solchen Idioten und deren Treiben distanziere, aber es ist schon beeindruckend einen Einblick in eine Welt zu bekommen, die für einen "Normalo" unverständlich ist.

Ein Amerikaner, also ein Yankee, studiert in Harvard Journalismus. Als er eines Tages von seinem Zimmerkameraden Drogen untergeschoben bekommt damit dieser eine weisse Weste hat, wird er von der Uni geschmissen. Völlig verzweifelt und desillusioniert macht er sich auf den Weg nach England um seine dort lebende Schwester zu besuchen. Dieser Trip erweist sich jedoch als fatal. Er lernt den Schwager seiner Schwester kennen und durch ihn den Fußball. Somit bekommt er immer Bezug zum Fußball und vor allem zu dem was danach passiert. Wenn sich gegnerische Fans die scheiße aus dem Schädel prügeln. Der Yankee triftet vollkommen ab und verliert den Bezug zur Realität und seiner Familie. Er muss sich entscheiden welches Leben ihm lieb ist und auf wessen Seite er steht......

Die Namen lasse ich an dieser Stelle einfach mal weg, da sie nix zur Sache tun. Zurück zum Thema. Die Darsteller spielen allesamt grandios und man kauft ihnen ihre Charaktere voll und ganz ab. Elijah Wood jedoch als Yankee, der zum Hooligan wird, wirkt schon etwas lustig und mit viel Ironie versehen. Aber mit der Zeit gewöhnt man sich dran und er gibt eine super Figur ab. Wirklich glaubwürdig. Das Skript bietet im Grunde genommen nichts wirklich anspruchsvolles, aber dafür etwas was für meine Begriffe viel zu selten ernsthaft thematisiert wurde. Man könnte glatt meinen Hooligans sind eine Modeerscheinung, die immer mehr polarisieren. Und dem muss schlicht und ergreifend Einhalt geboten werden. Wenn irgendwelche Idioten meinen sich zum Spaß schlagen zu müssen, sollen sie das für sich tun, aber keine unschuldigen mit reinziehen und den Fußball dadurch ruinieren.

Abschließend möchte ich auch gar nicht mehr so viel sagen. Eigentlich nur dass ich mit Hooligans vor langer Zeit schon einen der beeindruckendsten Filme überhaupt gesehen habe. Absolutes Pflichtprogramm, nicht nur für Fußballfans. Ein einzigartiger Film. Ein Meisterwerk !


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