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Hooligans (2005)

Eine Kritik von horror1966 (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 06.02.2009, seitdem 226 Mal gelesen


Matt fliegt kurz vor Abschluss seines Journalismus-Studiums ohne Verschulden von der Elite-Uni Harvard und reist kurzentschlossen nach London, um seine dort lebende Schwester Shannon zu besuchen. Durch den Bruder von Shannon's Mann kriegt Matt Zugang zur geheimen Welt der "Green Street Elite", der Untergrund-Fanorganisation des Westham United FC, eine Welt, die von Brutalität und Kompromisslosigkeit gezeichnet ist, aber auch durch eine nie gesehene Verbundenheit untereinander besticht.


Regisseur Lexi Alexander hat hier einen Film geschaffen, der einen erschreckend realistischen und tiefen Einblick in die englische Hool-Szene gestattet, der auf der einen Seite absolut faszinierend, aber gleichzeitig auch sehr verstörend und abschreckend ist. Männer, die es sich zur Lebensaufgabe gemacht haben, sich mit Hooligans anderer Clubs zu schlagen, was soweit führt, das sogar Menschen ihr Leben lassen müssen.

In diese Szene gerät auch der Amerikaner Matt, zwar eher durch Zufall, doch die Begegnung mit der Schlägergruppe bleibt für ihn nicht ohne Folgen. Nachdem Matt bei einer Schlägerei seine erste Prügel bezieht, merkt er auf einmal, das die Schmerzen ihm sogar guttun und er findet Gefallen an der Brutalität. So kommt es, das er sich der Gruppe anschließt und sogar große Anerkennung erntet.

Eliah Wood spielt den Charakter des Matt wirklich ganz hervorragend, was ich persönlich ich ihm ehrlich gesagt nicht zugetraut hätte. Doch auch alle anderen Schauspieler verleihen dem Film sine realistische Ausstrahlung, der sinnlose Hass und die grenzenlose Wut gegenüber rivalisierenden Gruppen kommt hier sehr gut zum Ausdruck und kann einem als Betrachter des Films schon einen Schauer über den Rücken jagen.

Wie könnte es anders sein, als das "Hooligans" in einer Tragödie endet, die von den Beteiligten selbst herbeigerufen wurde. Schon in der Vorbereitung auf das große Finale des Films sieht man den Mitwirkenden an, das sie genau wissen, das die Sache nicht gut ausgehen kann und sie das billigend in Kauf nehmen. Für sie ist es normal, denn es gilt nur der Ehrenkodex und ihre "Firma", die mit einer Familie gleichzusetzen ist.

Ein Film, der nachdenklich macht und seine Spuren hinterlässt, ein Film, den man auf jeden Fall gesehen haben sollte, mit einem beeindruckenden Elijah Wood, der hier zeigt, das er mehr als nur "Frodo" aus dem Herrn der Ringe ist.


8/10


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