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Godzilla: Final Wars (2004)

Eine Kritik von Warbeast (Bewertung des Films: 6/10)
eingetragen am 13.11.2009, seitdem 330 Mal gelesen


Die wohl bekannteste Monsterfilmreihe zieht mit diesem Teil nun (endlich?) einen Schlussstrich. Nach 50 Jahren des Schreckens durch Godzilla und sein gesamtes Monsteruniversum wird auch dieses Kapitel geschlossen, mit dem Final Wars.

Godzilla liegt im ewigen Eis und kann den Menschen nicht mehr gefährlich werden. Immer wieder tauchen Monster auf, die jedoch von Spezialeinheiten und -maschinen der Menschheit eliminiert werden können. Jedoch tauchen eines Tages plötzlich ein halbes Dutzend riesiger Kreaturen um den ganzen Globus verteilt auf, und ehe man sie besiegt hat, sind sie schon wieder weg. Dafür tauchen Außerirdische auf, die die Monster eliminiert haben. Die Menschen feiern sie, doch die Aliens verfolgen einen gänzlich anderen Plan...

Wer kannte das nicht: die Jahre vor und nach Milleniumswende rum, Sonntags Nachmittags auf Kabel 1 oder anderen Sendern. Da liefen sie immer. Die guten, alten Godzilla-Trashstreifen. Mal mühte sich das Militär alleine ab, mal bekam es zweifelhafte Hilfe von den Ungeheuern oder Godzilla verteidigte uns. Eines hatte diese Filme dabei immer gemeinsam: es war die Aufmachen, dieser schöne, alte Flair, der über die Jahre und mittlerweile dutzenden Godzilla-Filme fast nie verloren ging. Doch genau damit lässt sich Final Wars leider keinesfalls gleichsetzen.
Der Film spielt in seiner eigenen Liga. Ähnlich wie bei Serien, die irgendwann mal einen aufwändig produzierten Kinofilm spendiert bekommen und dann die absolute Superlative ausfahren. Genauso hier ist das bei Godzilla: Final Wars. Ein ganzes Gewitter an Effekten wird hier herbeigezaubert, alles extrem aufwendig produziert. Godzillas nuklearer Strahl schaut nun nicht mehr billig, sondern eher schon nach Plasma aus, um mal ein grobes Beispiel zu nennen.

Leider fiel es mir sehr schwer, den Film für voll zu nehmen.
Da hätten wir zum einen mal die unfreiwillig komischen Dialoge. Zugegeben, stellenweise waren wirklich cool ("Es gibt zwei Dinge, die du von der Erde noch nicht kennst: MICH und Godzilla" beispielsweise), insgesamt bleiben die eher tendenziell auf der Schiene nicht ernstzunehmender Fantasy-Labereien.
Auch ist die Thematik des Films ein wenig... Fragwürdig. Zu krass und überdriftet hat der Regisseur uns diesen Film erstellt. Wir bekommen hier Prügeleien - ja, im wahrsten Sinne des Wortes - zwischen Godzilla und den Monstern, die übrigens im Regelfall sogar nach einem Angriff der Riesenechse erledigt sind, gezeigt, haben als Hauptstoryline die Alien-Invasion und leben in einer gänzlich futuristischen Welt. Genau das hat mich sehr stark gestört. Es passt einfach nicht in mein Weltbild des Godzilla-Universums herein, dass 4 Mutanten (menschliche Mutanten wohlgemerkt) den Riesenkrebs mit ihren Spielzeugwaffen killen. Da gehören schlicht und einfach Miniaturpanzer und -flugzeuge hin.

Ein paar weitere positive Aspekte gibt es aber auch noch, auch wenn man einen als eine zweiseitige Medaille betrachten sollte. Der Score. Hier gibt es nicht das klassisch orchestralische, was man aus Godzilla gewöhnt ist, sondern neuere, fetzigere Musikstücke, die das Tempo des Films ordentlich anheizen. Der eine oder andere aus der hart eingesessenen Godzilla-Generation wird vielleicht ein Problem damit haben, mich hat es so aber nicht gestört. Überhaupt kann man sehr positiv hervorheben, dass in der Laufzeit von 120 Minuten keinerlei Längen aufkommen. Dann noch die Optik: die war auch überraschend frisch und cool designed.

Alles in allem hat man hier ein Mischding. Freunde des klassischen Godzillas sollten vielleicht lieber die Finger davon weglassen, da sie unter Umständen nicht so sehr bedient werden. Wer allerdings mal ein Actionspektakel und zugleich Feuerwerk an Effekten mit und rund um die Riesenechse dargeboten kriegen möchte, der darf wirklich mal einen Blick riskieren. Wobei man vielleicht nebenher noch anmerken sollte, dass einige Effekte äußerst, äußerst billig aussehen.

6,5 / 10


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