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Squirm - Invasion der Bestien (1976)

Eine Kritik von Boxhamster (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 28.09.2008, seitdem 645 Mal gelesen


Nach einem Unwetter leitet ein zerstörtes Starkstromkabel seine Energie in das sumpfige Erdreich einer Kleinstadt, was die Würmer auf die Palme bringt, diese zu mordenden Tierchen und somit zu einer Gefahr für die Einwohner werden lässt.

"Squirm - Invasion der Bestien" hat gemeinhin den Ruf, besonders ekelig zu sein. Dies trifft meiner Meinung nach den Nagel nicht auf den Kopf, denn für einen Film, in dem Würmer über die Bewohner eines kleinen Nestes herfallen, geht das Ganze recht unschleimisch von Statten. Nichtsdestotrotz haben wir es hier mit einem sehr ansehnlichen Vertreter des 70er Horrorfilms zu tun, der auch ohne hohen Ekelfaktor zu überzeugen weiß.
Das Hauptduo des Streifens bilden das junge Farmermädchen und ihr Freund, der aus der Großstadt vorbeischneit und mit den beiden zusammen hangelt sich der Zuschauer durch den wurmhaltigen Plot, der mit einigen abwechslungreichen Figuren bestückt ist wie dem redneckischen Wurmzüchter, der ein Auge auf das Mädel geworfen hat und Eifersucht gegen den Städter hegt, den ungläubigen und griesgrämigen Sheriff, der die beiden auf dem Kieker hat, die behütende Mütter des Mädchens und die abgedrehte und vorlaute Schwester, die Joints niemals abgeneigt ist.
In der ersten Hälfte des Films sieht man von den eigentlichen Hauptdarstellern, den Würmern, relativ wenig. So verirren sie sich zu Beginn vereinzelt mal in ein Milchglas oder luken durch den Duschkopf, doch trotzdem kommt keine Langeweile, da es Spaß macht, die glaubhaft von den Schauspielern umgesetzten Figuren bei ihrem Treiben zu beobachten.
In der zweiten Hälfte dann nimmt der Würmterror richtig Fahrt auf und nach Attacken in kleinerer Gruppenzahl gibt es gegen Ende eine wahre Flut der kleinen Kriecher, die wellenartig über Menschen herfallen, was in einem tollen Finale im Landhaus der Familie des Mädchens gipfelt.
Bei der Umsetzung der Würmer hat man, sofern sie in kleinerer Anzahl auftreten, auf echtes Getier zurückgegriffen, aber wenn am Ende das ganze Haus voller Tiere schwimmt, wurden gummiartige Bändchen verwendet, was dem Ganzen einen besonders trashigen Faktor verleiht.
Der Blutgehalt des Films ist niedrig. So gibt es eigentlich nur eine Szene, in der die Würmer sichtbar mal so richtig fies über eine Person herfallen. Ansonsten wird man nur mit dem Ergebnis in Form eines abgenagten Skeletts oder mit unblutigen Abgängen konfrontiert.
Das macht aber nichts, denn dafür atmet der Film von vorne bis hinten die typische Horroratmosphäre der 70er Jahre, überzeugt durch die solide Umsetzung mit ordentlicher Kameraarbeit und stimmiger musikalischer Untermalung und dass, obwohl Jeff Liebermann mit Sicherheit kein großes Budget zur Verfügung gestanden haben dürfte.

Insgesamt ist "Squirm - Invasion der Bestien" ein sehr unterhaltsamer Beitrag zum Tierhorror der 70er, der neben dem Spaßfaktor durch die guten Figuren und die tolle Umsetzung überzeugt.


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