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Squirm - Invasion der Bestien (1976)

Eine Kritik von McHolsten (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 02.10.2004, seitdem 991 Mal gelesen


"Die Vögel", Begründer des Tierhorrorfilms, zeugte seine Spannung aus dem Kampf Mensch gegen eine Masse von Federvieh, es folgten nach dem "Der weiße Hai" noch weitere größere Tieren wie Krokodil, Löwen oder Wildschwein, danach wurden die Tiere immer kleiner, aber nicht nicht minder gefährlich. Denn Einigkeit macht stark - so fluten bei "Squirm" unzählige, schier unendliche Massen von Regenwürmern eine kleine Stadt...

An einem späten Septemberabend 1975 bricht ein immens starker Sturm aus, der mehrere Hochspannungsleitungen umknickt. Diese brechen in einen See, der mit 300.000 Volt unter Strom gesetzt wird. Diese Energie fehlt nun in Fly Creek, die Leute müssen mit Kerze und Taschenlampe auskommen. Tagsüber ist alles bis auf ein paar Wurmfunde in Mahlzeiten ruhig. Doch in der Dunkelheit schleicht sich auch schon eine lautlose und kaum wahrnehmbare Gefahr an: Dutzende aggressiv gewordene Regenwürmer greifen die Menschen an...die junge Geri und ihr sympathischer Freund Mick müssen sich wie die anderen Bewohner der Invasion stellen.

Das schöne an der Verwendung von Regenwürmern bei einem Film ist, das man eigentlich alles mit ihnen machen kann, ohne das man in Gefahr geht sich zu schädigen. Man kann sie in den Mund nehmen, sich in ihnen eingraben, alle Ekeligkeiten die sich man sich nur so vorstellen kann. Davon wird aber eher Selten Gebrauch macht. Die Menschen versinken in Fluten von Regenwürmern, diese winden sich in Körperöffnungen , die meisten Attacken sind aber offscreen. Demnach ist der Ekelfaktor weitaus höher als der des Splatters. Es gibt zwar einige gut gemachte blutige F/X von Rick Baker, dennoch gruselt man sich eher anderweitig.

Nicht jedoch bei den schauspielerischen Leistungen - sehr überzeugend sind die Darsteller. Es gibt eine Vielzahl gut ausgearbeitete und liebevolle Charaktere wie die beiden Hauptdarsteller Geri und Mick. Besonders der junge Mann ist sehr sympathisch in seiner Rolle als wortwitziger und unbeholfener New Yorker Student in dem Fremden gegenüber verschlossenen Kaff. Auch die Dörfler, wie z.B. der Sheriff sind gut dargestellt und bürgen so manchen Witz in der Konfrontation von Dörfler und Städler.

Die Atmosphäre wird großgeschrieben. Zum einen wäre da das optisch sehr ansprechende Dorf. Richtig gemütlich sieht es aus dort in den 70ern, wenn auch ziemlich heruntergekommen. Von besonderer Beachtung sei die Wurmfarm samt heruntergekommenen Angestellten erwähnt. Zwar dauert es etwas bis die Invasion losbricht, doch auch davor wird man gut unterhalten. Die "Furcht" vor Regenwürmern wird durch Stilmittel wie mikroskopische Vergrößerungen der Würmer - wo sie dann x mal so fies und eklig wie sonst wirken und zu schriller Musik sich winden - verstärkt. Besonders in den letzten 20 Minuten wird die Spannungsschraube deutlich angezogen.

"Squirm" darf mit zu den gelungen Tierhorrorfilmen gezählt werden. Seine dichte Atmosphäre, die beklemmende Spannung gegen Ende hin, sowie die den Magen wohlig werdenden lassen Ekelszenen an den tollen Darstellern überzeugen.


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