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Letzte Haus links, Das (1972)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 3 / 10)
eingetragen am 07.11.2006, seitdem 1278 Mal gelesen



Die beiden Freundinnen Mari und Phyllis geraten in Gefangenschaft von vier Schwerverbrechern, als sie sich auf dem Weg zu einem Rock-Konzert noch etwas Gras besorgen wollen. Die Bande verschleppt sie, vergewaltigt und tötet die beiden. Als sie sich danach bei Mari´s Eltern einnisten, dauert es nicht lange, bis die Eltern dahinter kommen, dass diese vier die Mörder ihrer Tochter sind. Es soll sich alles grausam rächen...

Jubel. Wes Craven´s Debut und bei vielen als Kult-Film eingestuft, was ich ganz und gar nicht nachvollziehen kann. "Last House on the Left" aka "Mondo Brutale" mag vielleicht der Ur-Vater für manch Filmchen gewesen sein, 1972 viele Tabu-Brüche begangen haben, aber 2006, in Zeiten von "Hostel" entlockt der Film mir nur ein lautes Gähnen.

Die Erniedrigungen und Vergewaltigungen sind unbequem, OK, aber keinesfalls knallhart umgesetzt, dass es einen ansatzweise aus den Socken hauen würde. Evtl. vielleicht Pussies, Zwölfjährige oder Leute, die ihr ganzes Leben lang in Askese gelebt haben und das erste, was sie von der lieben, weiten Welt wahrnehmen dürfen, dieser Schrott wäre.
An Einfall und Härte punkten kann da evtl. noch der "vollendete" Blowjob der Mutter (mit dem "Mortal Kombat" Finishing Move)  und die Messerattacke, bei der Phyllis mit gefühlten fünfzig Stichen hingerichtet wird (was jedoch nur im Off dargestellt wird).
Sowieso passiert die meiste Gewalt im Off und lässt einen kalt (wenn man es mal wieder mit der Härte von "Hostel" vergleicht). Darf man dann doch mal Effekte bestaunen, kann man deren Umsetzung als "bedürftig" bis "ich muss kacken gehen" definieren.

Obendrauf gibt es noch einen spektkulären Cabrio-Fick zu sichten, bei dem durch sämtliche Kleidung gepoppt wird. Yo, wenn der Schniedel spitz ist, bohrt der sich eben durch. Kenn ich gut... Genauso lächerlich kommt die Lösung daher, wie die Eltern dem Tochtermord auf die Spur kommen. Eine Kiffer-Halskette reicht völlig aus um zu verdächtigen (die hat in dieser Zeit mit Sicherheit keiner getragen, niemals...) und der entgültige Beweis (einer der Verbrecher schreit so offensichtlich lauthals durch das ganze Elternhaus, dass er die Tochter gemeuchelt hat. Ja, nee. is klar) ist eigentlich schon eine Frechheit, dem Zuschauer so etwas zuzumuten.

Den Vogel schlechthin schießt Craven mit dem absolut unpassenden Soundtrack ( ein Gestammel aus Country-Schrott und damals aktuellen Hippie-Liedern) und vorallem mit den beiden Knalltüten-Sidegags, den Sheriffs (kommt ungefähr hin: Heinz Erhardt und Pepe Nietnagel...), ab. Nicht nur, dass es sich fatal auf das Mitleid der Opfer und die Atmosphäre auswirkt. Nein, man kann dem Film jegliche Ernsthaftigkeit absprechen.

Selbst wenn ich den Faktor "Filmgeschichte" als stärkste Komponente wählen würde (was mir gepflegt am Anus vorbeigeht), mit diesen Böcken könnte ich nicht mehr wie 6 Punkte geben.

Wes, das war nicht so doll. Die Provokation ist Dir evtl. gelungen, aber im Gesamten bleibt Dein "Last House on the Left" mir als lauwarme Rotze in Erinnerung. Die XT-DVD wandert in die Tonne.
Wer diesen Film mit dem Prädikat "Nichts für schwache Nerven" oder "ultrabrutal" tituliert, sollte sich schnell wieder einmauern lassen.

3/10


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