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Million Dollar Baby (2004)

Eine Kritik von Justact (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 03.09.2006, seitdem 310 Mal gelesen


Million Dollar Baby

Ein unglaubliches Trio zieht einen in den Bann (Clint Eastwood, Hillary Swank, Morgan Freeman)

Frankie Dunn ist ein gealteter Boxtrainer. Vor 23 Jahren betreute er als Cuter den Boxer Scrap, ein schwarzer, der bei seinem letzen Kampf ein Auge verlor. Seitdem betreiben die beiden gemeinsam ein Boxstudio. Frankie lebt alleine, zu seiner Tochter hat er keinen Kontakt, zwar schreibt er ihr Briefe, die jedoch postwendend auf Annahmeverweigerung zurückkommen. Er sucht halt in der Kirche betet für andere um sein verwegenes Leben und seine Unterdrückten Ängste zu vergessen. Eines Tages taucht die 31 jährige Maggie Fitzgerald auf.

Million Dollar Baby ist ein Drama indem es scheinbar ums Boxen geht und zwar deshalb weil es Lebensinhalt der väterlichen Figur Frankie Dunn ist. Erzähler ist der Freund Scrap, der die Dinge ins rechte Licht rückt. Ehrlich und direkt in knappen Sätzen wird hier die Wahrheit ausgesprochen. Dabei ist die Stimmung keineswegs düster, eher ruhig und gediegen. Fast leise flüstert ein alter Mann eine Geschichte einer zwielichtigen Gestalt. Die Stimmung wird immer wieder hervorragend von der Kamera, die stets eine Licht und Schattenseite als Perspektive zeigt aufgefangen. So als gehöre die falsche und richtige Entscheidung zueinander. Dies zieht einen in den Bann, schleichend verfängt man sich in der inhaltlich geschlossenen Story. Die sorgfältig ausgewählte Musik schlägt einzelne Töne und Nuancen an, welche im Hintergrund die Stimmung perfekt wiedergibt.

Einzig die Boxszenen sind übertrieben dargestellt, made in Hollywood eben.
Trotzdem intensiviert dies den Film zusätzlich, da nicht die Action, sondern die Menschen um und im Ring im Vordergrund stehen.
Ich muss es einfach lobend erwähnen, Regie zu führen und gleichzeitig Hauptdarsteller in einem Film zu sein ist eine großartige Leistung, die nur wenige vollbringen.

Fazit:

Eine mögliche Lebensgeschichte, feinfühlig im Rahmen des Boxsports erzählt. Die fantastischen Schauspielerischen Leistungen machen die Characktere zugänglich. Nicht umsonst einer der Oscargewinner 2004!


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