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Ende - Assault on Precinct 13, Das (2005)

Eine Kritik von zeckpetzki (Bewertung des Films: 9/10)
eingetragen am 28.06.2005, seitdem 435 Mal gelesen


Gelungenes Remake eines Klassikers von John Carpenter

Manchmal hat man als Kinogänger den Eindruck, man habe alles schon einmal gesehen, den Drehbuchautoren falle nichts Neues mehr ein, man beschränke sich daher auf Remakes. Und es scheint, als täusche dieser Eindruck nicht, denn was ist derzeit alles im Kino zu sehen...Sequels, Teeniekomödien, Verfilmungen von Comic Strips und ganz viele zweite Aufgüsse von irgendwann irgendwo erfolgreichen Produktionen. So auch hier, denn dem Film liegt der Klassiker „Das Ende“ von John Carpenter zugrunde, der wiederum bei „Rio Bravo“ geklaut hat. Wo aber bei den meisten Neuverfilmungen die Qualität auf der Strecke bleibt, hat man hier durch wenig direktes Kopieren einen hervorragenden und teils sehr harten Actionfilm geschaffen, den man am besten NICHT mit seinem Vorbild vergleichen sollte, denn bis auf einige zentrale Handlungsbausteine sind die Unterschiede doch sehr groß.

Silvester 2004. Der durch einen fehlgeschlagenen Einsatz desillusionierte Cop Roenick bereitet sich mit seiner kleinen Mannschaft darauf vor, das heruntergekommene Polizeirevier 13 mitten in Detroits unguten Gegenden zu schließen. Dumm nur, daß ein Gefangenentransport aufgrund starken Schneetreibens ausgerechnet in diesem Revier stoppen muß. Dümmer noch, daß an Bord dieses Transport der Polizistenmörder Bishop ist. Und viel dümmer noch, daß Bishop mit korrupten Cops zusammengearbeitet hat...die logische Konsequenz nun ist, daß das Polizeirevier aus dem Nichts heraus Ziel einer konzentrierten Attacke bestens ausgerüsteter Feinde ist. Mann um Mann wird die kleine Truppe aus Cops und Gefangenen dezimiert, die Lage scheint aussichtslos, zumal man noch einen Verräter in den eigenen Reihen hat. Doch Roenick will nicht noch einmal zusehen müssen, wie seine Kollegen durch Feindeshand sterben, und so versucht man das Unmögliche – den Kampf gegen eine Übermacht.

Schön, daß es das noch gibt, in den Zeiten des aus Kassengründen weichgespülten Actionfilms. Es geht teils sehr derb zur Sache, Eiszapfen finden ihre Verwendung als Waffe wie einst in „Die Hard 2“, es hagelt Kugeln, und mehr als einmal wird jemand aus nächster Nähe dahingemeuchelt. Auch gibt es ein Wiedersehen mit vielen alten Bekannten...dabei sind der falsche Secret Service Mann aus „Sudden Death“, der harte Schläger aus „Last Boy Scout“, William Teasle aus „Rambo“, prima, die alle einmal wiederzusehen. Ethan Hawke spielt seine Rolle als Cop wie eine direkte Fortsetzung von „Training Day“, und Lawrence Fishburn gibt sich als Bishop, zwar ein bißchen dicker geworden, genauso cool wie in der „Matrix“-Trilogie. Man hat zum Glück keine Rücksicht auf ein PG-13 Rating genommen, und so ist endlich einmal wieder ein richtig harter Actionfilm zu sehen, bei dem obendrein noch keine Rücksicht auf gewohnte Abläufe des „wer muß überleben“ genommen wird. Etwas störend sind die zum Teil nicht wirklich notwendigen Dialogszenen, die den Film hier und da länglich wirken lassen. Doch da Gabriel Byrne mittun darf, sieht man über dieses kleine Manko gerne hinweg. Es gibt also doch noch Hoffnung für die Actionfreunde...auch wenn die Menge der harten Filme dieses Genres derzeit wahrlich überschaubar ist. Gelungenes Remake – 9/10.


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