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Into the Blue (2005)

Eine Kritik von Shane Schofield (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 19.10.2005, seitdem 639 Mal gelesen


Lang hat es gedauert bis der ehemalige Darsteller John Stockwell nach dem sehr unterhaltsamen „Blue Crush“ seinen neuen Film endlich auch im Kino bewundern durfte. Der dritte Film mit Cuttie Jessica Alba dieses Jahr, wurde nämlich bereits vor „Sin City“ und „Fantastic Four“ abgedreht, aber immer wieder verschoben. Ein ähnliches Schicksal musste ja auch „Stealth“ erfahren, der ebenfalls schon lange abgedreht war, bis er in die Kinos flog. Neben dieser Gemeinsamkeit gibt es noch zwei weitere: Zuerst sollte Jessica Biel („Blade:Trinity“) die Rolle von Jessica Alba übernehmen und lehnte wegen „Stealth“ ab und weder der Fliegerstreifen, noch das Taucherabenteuer sind besonders Erfolgreich im Kino.

Schnell wird einem bei „Into The Blue“ bewusst das Stockwell wieder das Zepter schwang. Denn ähnlich wie bei „Blue Crush“ lebt auch sein neuster Streifen hauptsächlich von den Schauwerten und tollen Bildern und nicht von einer dichten, überraschenden Story(alle Twists kommen eigentlich so wie erwartet) oder toller Leistungen der Darsteller. Wobei es für einen Popcornfilm nicht wirklich negatives zu berichten gibt, man aber bemerkt das Walker und Caan den beiden weiblichen Parts doch überlegen sind. Aber das sollte jedem der sich den Film freiwillig anguckt auch bewusst sein.

Die Geschichte um den bisher erfolglosen Schatzsucher Jared (Paul Walker „The Fast And The Furious, „Timeline“, den ich übrigens ziemlich gerne sehe) und seinen Freunden die aus versehen bei einem Tauchgang ein abgestürztes Drogenflugzeug finden und an etliche Ganoven geraten, bietet aber dennoch genug Unterhaltung um sich 110 Minuten entspannt im Kinosessel zurückzulehnen und in gelungen Unterwasseraufnahmen zu schwelgen. Natürlich bieten auch die hübschen Körper der Protagonisten genug Blickfang um aufmerksam auf die Leinwand zu starren. Der Film weiß um seine Aufgabe und zeigt für die Frauen den durchtrainierten Paul Walker und für die Kerle, wie mich, die herrlichen Körper von Jessica Alba und Ashley Scott („Dark Angel:Season 2“, „Walking Tall“) ausgiebig. Doch muss man hier anmerken das zumindest teilweise etwas mehr Spannung vor allem im Mittelteil hätte stattfinden müssen. Die Schatzsuche wäre etwas kürzer angenehmer und der Kontakt zwischen den „guten“ und „bösen“ etwas früher besser für den Aufbau der Handlung. Doch wirkliche Langeweile kann der Regisseur, wie gesagt, in Zusammenarbeit mit seinen Kameramännern Shane Hurlbut („The Skulls“) und für die Unterwasserszenen PeterZuccarini („Dolphins“, Pirates Of The Carribean“) verhindern.

Wobei, etwas überraschend eigentlich, der Ton des Filmes ernsthaft und wenig verspielt ist. Zwar lockern die Witze von Scott Caan („Amarican Outlaws“) immer wieder die Szenerie auf, aber die Charaktere sind nicht besonders Cool, noch richtige Helden und das will der Film seinen Publikum auch nicht zeigen. Was aber auch das Problem bringt das er sich nicht so recht für eine Zielgruppe entscheiden will und letztendlich irgendwo zwischen Jugendlichen und Erwachsenen hängen bleibt. Für die einen vielleicht nicht „hip“ genug, für die anderen zu anspruchslos.

Für eine PG-13 bzw. FSK 12 Freigabe geht es dann zum skrupellosen Finale doch ziemlich ab und setzt den Trend inzwischen großzügiger Freigaben fort. Denn, ob durch ein Haibiss halb abgerissenes Bein oder weitere blutige Haiangriffe, Harpunen Einschüsse, das brechen von Fingern in einer Stahltür und nochmaliger späterer Attackierung der selbigen, sowie Eisenstange in Schulter und zu guter letzt das abfetzen von Gesichtshaut bei einer Unterwasserexplosion, ist hier einiges zu sehen was früher locker für ein R-Rated gereicht hätte.

Fazit:
Letztendlich ist „Into The Blue“ genau das was man erwartet. Der Film bietet genug Schauwerte um einen bei der Stange zu halten und mündet zum Finale hin in ein überraschend garstiges Filmchen. Popcornkino ohne Anspruch aber auch ohne Langeweile; auch so was muss zwischendurch einfach mal sein.


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