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Into the Blue (2005)

Eine Kritik von Gargoyle (Bewertung des Films: 4/10)
eingetragen am 13.04.2006, seitdem 277 Mal gelesen


Für darbende Baywatch- und Jessica Alba-Fans treibt nun das Unterwasserspektakel "Into the Blue" in den DVD-Regalen herum.

Die Handlung:
Bei einer Tauchtrip vor der Küste der Bahamas finden der Tauchlehrer Jared und seine Freunde ein abgestürztes Flugzeug voller Kokainpäckchen. Um sich den Traum vom Heben versunkener Schiffswracks erfüllen zu können, wollen sie den Stoff verzocken - doch der eigentliche Besitzer will sich nicht linken lassen. Jared und seine Klitsche geraten immer tiefer in den Strudel der Drogenwelt...

"Into the Blue" ist ein Film, der völlig zwischen den Stühlen sitzt. Zur Einführung protzt der Film mit herrlichen Aufnahmen der Bahamas, von Bikinihäschen und Waschbrettbäuchen. Dabei befindet sich Jessica Alba natürlich bevorzugt im Visier der Kameras. Auch die zahlreichen Unterwasser-Szenen beeindrucken durch perfekte Technik und sind ein echter Hingucker.

Mit dem Fund des Drogenflugzeugs und des verplanten Deals zur Mitte des Films gerät die Handlung aber plötzlich in ein Pseudo-Actionkrimi-Fahrwasser. Jared mutiert dank seiner Pferdelunge zum Unterwasser-Killer, und ganz allgemein ist das große Finale von einer Brutalität geprägt, die man dem Film nach seinem mehr als harmlosen Auftakt nun wahrlich nicht zugetraut hätte. Da werden Hände abgehackt, Leute erschossen oder von Haien gefressen, einer wird sogar von einer Bombe zerfetzt, kurzum, mal wieder eine sehr fragwürdige FSK-12-Freigabe.

Mit dieser inhaltlichen Unentschlossenheit könnte man ja noch leben, wenn die Handlung etwas schlüssiger und glaubhafter wäre. Der Drehbuchfritze hatte aber wohl nur Albas äußere Vorzüge im Kopf. Der Film ist phasenweise so hanebüchen und lächerlich, dass es wehtut, vor allem der oberdämliche Drogenbaron, der seine eigene Drogenladung nicht bergen kann, nervt so richtig. Und die Darsteller? Schauspielern kann Jessicalein kaum (besonders hübsch finde ich sie übrigens auch nicht), aber ihr Hintern war Qualifikation genug für die Hauptrolle. Ähnliches gilt auch für den Rest der Possy, nur halt dann in Sachen Muskeln/Brustbehaarung... Falls übrigens irgendjemand auf wirklich nackte Haut hofft, hofft vergeblich.

Was bleibt, sind schöne Aufnahmen von den Bahamas und von Jessica Alba, von denen man letztlich auch nicht abbeissen kann, blasse Charaktere, eine hirnrissige Story, und ein brutales Actionfinale. Selbst für harte Alba-Fans ist eigentlich nur die erste halbe Stunde brauchbar, danach ist Schluss mit Bikinis. Insgesamt ein ausschließlich visuell überzeugender Streifen.

4/10


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