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Hostage - Entführt (2005)

Eine Kritik von JasonXtreme (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 21.10.2009, seitdem 32 Mal gelesen


Talley arbeitet als Polizist in einer Spezialeinheit für Geiselnahmen. Als einer seiner Aufträge für den Geiselnehmer und seinen kleinen Sohn tödlich endet quittiert er seinen Job und übernimmt fortan in einem Provinznest als Sheriff.



Eines Tages nehmen ein paar Jugendliche einen Mann, seine Tochter sowie den kleinen Sohn in einem Hightech-Haus gefangen. Zudem bekommt Talley einen Anruf, dass seine eigene Frau und Tochter ebenfalls als Geiseln genommen wurden – von einer undurchsichtigen Gruppe Leute die genau den Mann aus dem Haus haben wollen. Talley bleibt keine Wahl, er muss seinen alten Job wiederaufnehmen um seine Familie zu retten…



Fazit:

Ich habe von dem neuen Bruce Willis-Vehikel nichts erwartet und wurde absolut überrascht. Der Film beginnt zwar wie etliche x-beliebige Cop-gibt-Job-auf-und-ist-deprimiert-Filme, entpuppt sich aber schon sehr bald zu einem spannungsgeladenen Action-Thriller.



Da wären wir auch schon beim Thema: Viele Meinungen sprechen der Rolle von Willis die Floskel „er spielt wieder den gewohnt harten Cop“ zu. Das stimmt so überhaupt nicht. Erstens bietet der Film zwar Actionszenen, diese sind aber sehr spärlich gesät bis auf das Finale in dem es noch mal ganz schön zur Sache geht. Zweitens ist Willis bei eben dieser Action meist nicht die Hauptperson. Man braucht also keinen rumballernden und fluchenden Willis zu erwarten, wie wir es normal gewohnt sind. Er ist vielmehr ein Familienvater, der seine Leute retten will und dafür alles tut.



Diese Rolle hätte zwar keinen Willis gebraucht (ich könnte mir diverse andere Darsteller besser in der Rolle vorstellen), aber er macht seine Sache trotzdem gut. Auch die restlichen Darsteller, allen voran die jugendlichen Geiselnehmer im Haus (besonders der Psychopath!) spielen allesamt sehr gut. Sogar der kleine Junge, die in vielen Filmen nerven, passt und verkommt nie zu einem neunmalklugen Balg.



Die Story beginnt langsam und steigert sich dann plötzlich. Der Spannungsbogen wird angezogen und bleibt eigentlich bis zum Ende vorhanden – Leerlauf gibt es eigentlich nie und die Story ist zwar nicht unbedingt innovativ, bietet aber durchaus ein paar Überraschungen.

Ich würde mal ganz pauschal sagen der Film ist folgendes: Verhandlungssache meets Panic Room (mit einer guten Portion Psychopathen-Action am Ende)



Flott inszeniert und für Thriller-Fans unbedingt einen Blick wert! Für Willis-Fans sowieso


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