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Dark, The (2005)

Eine Kritik von Kiste (Bewertung des Films: 5/10)
eingetragen am 12.05.2011, seitdem 249 Mal gelesen


Die in Trennung lebende New Yorkerin Adèle besucht zusammen mit Tochter Sarah ihren Ehemann James auf dessen Landsitz in Wales. Bei einem Spaziergang am Strand verschwindet Sarah, die ein sehr schwieriges Verhältnis zu ihrer Mutter unterhält. Es wird vermutet dass das Kind ertrunken ist. Da taucht am selben Abend ein etwa gleichaltriges, vor 60 Jahren verstorbenes Mädchen auf, das offensichtlich weiß, wo Sarah zu finden ist - und die obendrein behauptet, dass sie sie zurückholen kann.

The Dark ist irgendwie ein schwer zu fassendes Stück walisischem Legendengrusels. Die Story beginnt gewohnt britisch distinguiert (man könnte auch schleppend sagen) indem eine Frau ihrer Genetik nachgeht und sich vefährt, das Auto im Schlamm versenkt und letztendlich einen Steinwurf vom Ziel entfernt übernachtet. Da fangen aber auch schon teilweise die Probleme an, denn zum einen ist die Junge Tochter mal wieder eine erlesen blöde Ziege, aber auch die Mutter kommt im weiteren Handlungsverlauf nicht viel besser weg, außer hysterisch rumkreischen und ständig unbewiesenermaßen "Ich hab Recht" in die gälische Landschaft zu krakeelen, gibt es wenig nette Wesenszüge. Sorry, aber denen soll ich ernsthaft die Daumen drücken? Da feuer ich doch lieber den geheimnisvollen Schäfer an.
Im Laufe des Films gelingt es dann aber sogar eine sehr dichte, atmosphärisch düstere Stimmung zu verbreiten. Das Grauen ist sehr subtil, zwar mit wenig Tempo und ohne plakative Blutfontänen, aber verbreitet spätestens nach dem unfreiwilligen Absaufen des Balgs eine durchgehende Spannung. Dadurch kommen auch die gemeinerweise immer wieder eingestreuten Schreckmomente besser zur Geltung, die dann um so besser sitzen.
Die darsteller leisten dabei eigentlich einen guten Job, haben aber auch ziemlich unter ihren Charakteren zu leiden, die Mädels nerven und auch Sean Bean spielt einen Blah Menschen der für die Entwicklung des Dramas nur eine Nebenrolle spielt. Die Familienprobleme der Mannschaft nehmen einfach zuviel Raum ein, während die Mysteryelemente oft zu kurz kommen. The Dark deutet da viel an erklärt dabei aber wenig und als sich am Ende die Bruchstücke einigermaßen zusammenführen wollen, wird nochmal die Psychokeule ausgepackt und die Geschichte in eine Art Zwischenwelt verfrachtet, wo dann die Logik endgültig den Bach runterläuft und sich im Meer ersäuft. Zumindest ist die Aufdröselung des ganzen Schäfer-Mysteriums sehr konfus abgeschlossen.
So richtig anfreunden konnte ich mich mit diesem Psycho Horror nicht unbedingt, wir haben schöne Küstenlandschaften und eine durchgehend thrillende Atmo, aber auch eine alte Story aus dem Hause "die Sünden unserer Väter" ohne brauchbare Protagonisten oder große Höhepunkte. Bleibt am Ende eher durchschnittles Entertainment.
5/10


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