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Wolf Creek (2005)

Eine Kritik von brainbug1602 (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 08.01.2006, seitdem 418 Mal gelesen


Wolf Creek basiert lose auf den berühmten „Backpacker Murders“, die während den 90er Jahren in New South Wales stattgefunden haben. Der Waffenfanatiker Ivan Milat wurde überführt und schuldig gesprochen 7 Menschen auf brutale Weise getötet und im Outback verscharrt zu haben. Es wird allerdings vermutet, dass er bis zu 30 Leute getötet haben könnte.

In dem Film geht es um drei Rucksacktouristen (1*m+2*w), die mit ihrem Auto durch Australien fahren. Im Australischen Outback, nahe dem Wolf Creek, einer Wanderrute, gibt ihr Auto den Geist auf. Ihnen bleibt nichts anderes übrig als die Nacht im Wagen zu verbringen. Mitten in der Nacht taucht Mick Taylor, der nicht weit entfernt wohnt, auf und bietet den Dreien seine Hilfe an. Er schleppt ihr Auto zu seiner Hütte, die ebenfalls mitten im Outback liegt, wo sie ihre Nacht verbringen. Am nächsten morgen erwachen die Drei gefesselt, voneinander getrennt und müssen feststellen, dass Mick ganz anders im Sinn hat als ihnen zu helfen...

Rein inhaltlich gibt er Film leider nicht sehr viel her und orientiert sich zu stark an Genregrößen. Vor allem der Anfang erinnert ans Texas Chainsaw Massacre von Tobe Hooper und entfernt an The Hills have Eyes von Wes Craven. Die Atmosphäre ist sehr unheilsvoll und man wartet geradezu darauf, dass etwas Schreckliches passiert. Der Zuschauer muss sich aber etwas gedulden, denn erst in der zweiten Hälfte gewinnt der Film rasant an Fahrt. Davor werden relativ lange die Charaktere eingeführt, die dennoch ziemlich blass bleiben und die Weichen für das Treffen mit Mick gelegt.
Als Mick seine freundliche Maske ablegt, entwickelt sich der Film zu einem kleinen, sadistischen und teilweise verdammt bösen Thriller, wobei deutlich einige Parallelen zu Hitcher zu erkennen sind. Die Folterungen und die nachfolgende Flucht vor dem Killer sind stellenweise ziemlich heftig und auch blutig. Mit recht einfachen Mitteln werden einige falsche Fährten gelegt. Wirklich überraschend ist das Ende: Unerwartet und auch etwas unkonventionell, weil man wohl versucht Bezug auf die wirklichen Geschehnisse zu nehmen. Dieser Bezug ist allerdings nur bedingt gegeben, da die Ereignisse, so wie sie im Film dargestellt werden, erfunden sind. Einzig die Rahmenhandlung bezieht sich auf die Backpacker Murders.

„Besser gut geklaut als schlecht erfunden“. Wer die erste Hälfte überstanden hat, wird mit einem bösen und sadistischen Thriller belohnt. Durchaus einen Blick wert.

7/10


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