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Inside Deep Throat (2005)

Eine Kritik von Fabse (Bewertung des Films: 5/10)
eingetragen am 06.10.2005, seitdem 577 Mal gelesen


Hier haben wir mal wieder eine Doku. Eine Doku über einen Pornofilm und dessen Wirken in der Weltgeschichte. Na ja, eigentlich knallte der tiefe Schlund der Hauptdarstellerin Linda Lovelace nur im puritanischen Amiland der frühen 70s so richtig rein. Haben wir es ja mit dem erfolgreichsten Independent Film ever zu tun. Wie so vieles ging uns das damals in Bavaria leicht am Arsch vorbei, was da drüben in Coca-Cola-Country so für nen Rummel um den weltberühmten Blow-Job betriebe wurde. Als Deep Throat dann durch den Video Boom Anfang der 80er bei uns in den Schmuddelecken landete werden das wohl die wenigsten Hobbyonanisten wahrgenommen haben. Das mag auch mit der Grund sein, warum Inside Deep Throat so schnell wieder aus den deutschen Lichtspielhäusern verschwunden sein mag. Der gemeine großdeutsche Pornokonsument und der Blockbustersüchtling mögen da wohl als potenzielle Besucher nicht gerade der Zielgruppe entsprechen.



Und was die stiefmütterlich behandelte Dokumentation jetzt kann, wollen Sie wissen?
Nun ja, sooo viel kann die dann auch nicht. Zwar kommen in aktuellen Interviews und Archivaufnahmen einige Beteiligte und Befürworter des ollen Pimmelnuckel-Classics zu Wort, doch genau da wo es interessanter wird in der Folgegeschichte des Films und den Schicksalen seiner Macher bleibt uns die retrospektive Fokussierung der Behind-the-Scenes-Zusammenstellung doch einiges an Hintergründen und Informationen schuldig. Wurde Linda denn nun zu den aufnahmen gezwungen oder nicht? In wie weit hatte die Mafia wirklich ihre Finger mit im Spiel? Und überhaupt: Wen juckt das zwar kurzweilige aber recht oberflächliche Resümee über diesen Streifen wirklich? Für den filmhistorisch interessierten Zuschauer (moi!) bringt man hier nicht wirklich viel Neues auf den Tisch. In den Zeiten wo das Internet noch nicht Informationsquelle No. 1 gewesen ist und das Thema Deep Throat noch nicht X-fach (Kalauer!) durchgekaut wurde ( Ein Satz-zwei Flachwitze!) wäre das ganze sinnvoller gewesen. So bleibt eigentlich nur ein recht unterhaltsamer Streifen über, der aber hinter den Erwartungen weit zurück bleibt.


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