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Dead Pit (1989)

Eine Kritik von Funeralthirst (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 10.08.2009, seitdem 240 Mal gelesen


Ein wahnsinniger Gehirnchirug werkelt im Kellergewölbe einer Klinik an Patienten rum. Ohne Rücksicht auf Verluste schart er die Leichen fehlgeschlagener Testopfer in eine Grube. Doch er wird getötet und eingemauert. 20 Jahre später wird das Grab durch ein Erdbeben geöffnet, während zur gleichen Zeit eine Person in den neuen Trakt der Nervenheilanstalt eingewiesen wird, die in Verbindung mit dem Gehirnchirug steht. Eine Zombiearmee unter der Leitung eines Zombiedoktors scheint aufzuerstehen.

Dieser, Ende der 80er erschienene Zombiefilm, der mit einer interessanten und innovativen Location aufwarten kann, kann man getrost als Hoffnungsschimmer in dem damals aussterbenden Genre ansehen, denn er bringt gewiss reichlich neue Innovation in das Untergenre Untotenhorror mit und vermischt das Ganze noch mit Elementen des Übernatürlichen und der Mad Scientist Grundlage in einer Heilanstalt. Die dazugehörige Verrücktennebenstory mit der weiblichen Protagonistin, die in irgendwelcher Verbindung mit dem untoten Doktor steht und von Visionen geplagt wird, fügt sich dem ohnehin schon komplexen Drehbuch gut ein. Ihre Position als scheinbar Verrückte, die grausame Visionen hat und durch diverse Sitzungen im Halbschlaf die Untoten umherwandeln sieht, schafft eine makabere Atmosphäre, vorallem wenn sie bald schon die blau eingefärbten Trakte des alten Gebäudekomplexes betritt. Unter Bekanntschaft mit einem Bombenspezalisten werkelt sie schon bald an einem Plan gegen den untoten Doktor, der im Laufe der Filmzeit locker und vorallem blutig umhermordet. Allzu explizit wirds dabei leider nie, die Zombieaction könnte beiweitem effektfreier ausfallen. Da können dann lediglich die Schnippelszenen an offengelegten Schädeldecken begeistern, wo dann genüsslich in Gehirnen rumgepiekst wird. Bisweiteren wirkt der Film angenehm durchdacht, die Spannung ist stellenweise erdrückend, der Cocktail aus Übernatürlichem und Vergangenheits und Zukunftsvisionen fordernd und die Optik sorgt für wohlige Atmosphäre. Der Überflieger an Horrorfilm ist das hier aber trotzdem nicht, auch wenn man aufgrund des Erscheinungsjahrs saubere Amizombiekost erwarten darf. Um Meilen besser als Flesh - Eater (der mit den Dauerwellenzombies (1988)), ist das aber schon.

Fazit:
Recht farblich stimmiger Klinikzombiefilm mit Mad Scientist Hintergrund. Stellenweise angenehm atmosphärisch, aber immer mit dem typischen End 80er Charme des B-Movies. Kann man mal sehen.

73%


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