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Final Fantasy VII: Advent Children (2005)

Eine Kritik von holgocop (Bewertung des Films: 6/10)
eingetragen am 09.12.2006, seitdem 463 Mal gelesen


Ich kenne die Final Fantasy-Reihe nun doch schon eine ganze Weile (noch aus SNES - Zeiten) und halte sie für eine großartige Rollenspiel-Serie. Allerdings konnte ich mich nie wirklich mit der Knuddel-Optik von Teil 7 anfreunden, weshalb ich die Vorgeschichte nur ansatzweise kenne (Ich bin nie über CD 1 hinausgekommen).

Da jedoch gerade Teil VII anscheinend der unter Fans am meisten geschätzte ist, war es nur Konsequent den Freunden der Reihe einen abendfüllenden animierten Film zu schenken. Größtes Manko am Kinofilm "The Spirits within" waren neben Story, Pathos und der Tatsache, dass man diesen Film eigentlich auch mit echten Schauspielern hätte drehen können (mein Vorschlag: Jennifer Connelly für die Rolle der Protagonistin), vor allem dass jeglicher Bezug zu einem der Teile der Final Fantasy Reihe fehlte. Gut, man kann sagen dass es auch etwas schwer gewesen wäre, da die Teile des Spiels völlig unabhängig von einander sind. Dennoch hat man sich nun eben dazu entschieden ein Sequel zum 7. Teil zu "drehen". Nicht für die Kinos, nur für die Fans !

"Advent Children" ist optisch grandios inszeniert, leidet jedoch am typisch kindlichen Manga-Stil. Manche der Sprüche und Charaktere sind extrem dümmlich - naiv, und die Konversationen sind grottig und völlig sinnfrei. Gut, es hat wohl auch niemand mit Authorenkino gerechnet. Die Story ist zwar eigentlich nicht wirklich kompliziert, wird sich dennoch den Menschen die Final Fantasy VII nicht kennen kaum erschließen können. Somit muss der Film auf das Visuelle reduziert werden. Hier funktioniert er eine Weile wirklich gut. Der Kampf in der Kirche ist einfach wunderschön animiert. Nichtsdestotrotz ist der Film viel zu wirr geschnitten; von den meisten Aktionen bekommt man kaum etwas mit. Bei einem Film mit echten Darstellern würde ich sagen, die Schnitte sollen nur die begrenzten Fähigkeiten der Choreographie vertuschen, aber in diesem Fall ... Mag sein, dass dieser Stil genau das ist was die Pok-é-Mon - Kiddies wollen, für einen einigermaßen anspruchsvollen Filmfreund stellt sich spätestens nach einer Stunde Kopfweh ein.

Dennoch wer sehen möchte wie ein up-to-date animierter Film jenseits von Pixar und Dreamworks aussieht, sollte unbedingt mal einen Blick riskieren. Fans der Reihe und vor allem des Spiels selbst werden es ohnehin tun.


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