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Barfuß (2005)

Eine Kritik von HipsterDaddy-O (Bewertung des Films: 10/10)
eingetragen am 01.04.2005, seitdem 838 Mal gelesen


Da ist er nun. Der neue Film von Til Schweiger. Und er ist....

Nick ist ein Mensch der in den Tag hinein lebt und sich von einen Job in den anderen schlägt. Seine letzte Chance ist ein Job in einer Psychiatrie als Hausmeister. Natürlich nimmt er an, aber happy ist er damit nicht. Dort geht alles schief. Und dort lernt er auch Leila kennen.
Leila ist ein junge Frau die 19 Jahre lang im Haus ihrer Mutter gelebt hat, weil diese ihr verboten hat die Freiheit zu geniessen. Als die Mutter gestorben ist, kam sie in die Psychiatrie. Da sie aber keinen Sinn in dieser Anstalt sieht versucht sie sich umzubringen, doch Nick der mittlerweile mal wieder gekündigt wurde, vereitelt diesen Plan und seit dem ist sie immer an seiner Seite. Und das immer ist wörtlich zu nehmen.

Barfuss schlägt einen wunderbaren Grad aus Komödie, Drama und Liebesgeschichte.

Es ist schön zu sehen wie Leila lernt das Leben zu leben und wie sie auf für uns alltägliche Dinge reagiert. Leila tut dies mit einer solchen Leichtigkeit dass man sich unweigerlich in sie verlieben muss. Johanna Wokalek spielt ihr Rolle brilliant.

Til Schweiger spielt halt die typische Til Schweiger Rolle, das sympathische Arschloch mit dem großen Herz. Aber dafür mag man ihn ja. Sei es nun in Knocking on Heavens Door oder Männerpension.

In dem Film gibt es viele Gastauftritte. Sei es nun Axel Stein, Markus Maria Profittlich,Mark Keller,Alexandra Neldel oder Jürgen Vogel. Viele bekannte deutsche Schauspieler in sehr passenden Rollen.Zum Beispeil Alexandra Neldel als "Die Braut".

Die Farbe des Films ist im leichten Braun gehalten aber das ist ja auch schon bei Auf Herz und Nieren so gewesen aber das stört nicht im geringsten.
Die Musik ist wunderbar den Situationen entsprechend. Mal rockig mal ochestral, aber passend.

Das einzige was mich so ein bisschen gestört hat , ist, wenn Leila einen Anfall kriegt und schreit dann sieht man ihr die Schauspielerei an, aber das kommt nicht so oft vor und von daher kann man darüber hinweg sehen.

Alles in allem ist Til Schweiger Regie-technisch endlich mal ein Film gelungen, an dem ich nichts (abgesehen halt von den Anfällen) zu meckern habe.
Ein rundrum gelungener Film. Gute Schauspieler (besonders Johanna Wokalek), eine schöne leichte seichte Geschichte und passende Musik.

Absolut zum gucken empfohlen. Nicht nur für Pärchen und Frauen.


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