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Glory (1989)
Eine Kritik von Tyler Durden! (Bewertung des Films: 7/10) eingetragen am 21.07.2006, seitdem 283 Mal gelesen
Guter Film.3 Oscars hat "Glory" zu seiner Zeit 1989 erhalten. Zum einen für den besten Nebendarsteller Denzel Washington (hat er sich bravourös verdient), für die beste Kamera und den besten Ton. Bester Film wurde damals "Miss Daisy und ihr Chauffeur". Morgan Freeman wird es egal gewesen sein, er hat in beiden Filmen mitgespielt. "Glory" ist ein Kriegsdrama mit einem speziellen Thema, nämlich der Akzeptanz der Schwarzen zur Zeit des Bürgerkriegs in Amerika. Im Film werden sie lieber als "Neger" bezeichnet. Es ist klar, dass es schwierig ist, mit diesem Thema umzugehen, da es gilt, mit massenhaft Clichees umzugehen. Edward Zwick hat das nicht ganz perfekt geschafft, wie ich finde, weil er die Clichees etwas zu heftig ausschlachtet und einem vorhersehbaren Ablauf folgt. Zuerst akzeptiert sie niemand, dann immer mehr...und am Schluss selbstverständlich alle...Die Geschichte des Films ist schnell erzählt: Robert Gould Shaw (Matthew Broderick) wird zum Colonel befördert und soll in dieser Position das 54. Infanterieregiment leiten. Das erste Regiment, dass nur aus schwarzen Rekruten besteht. Diese müssen ausgebildet werden und am Ende soll dieses Regiment sogar das Fort "Battery Wagner" einnehmen helfen und als erste Angriffswelle voranschreiten. Auf dem Weg dorthin müssen aber einige Hindernisse, sprich Vorurteile überwunden werden, bis alle anderen einsehen, dass Schwarze genausogut kämpfen können wie Weiße. Das Problem des Films war für mich Matthew Broderick. Er verfügt nicht über sonderlich vielseitige Gesichtsausdrücke und passt kein Stück in seine Rolle. Man hat irgendwie das Gefühl, dass jeder andere besser die Position eines hohen Tieres hätte verkörpern können. Er wirkt wie ein kleines Kind, das keine Ahnung hat, was es da tut. Klingt böse, kam bei mir aber so an. Die anderen machen ihre Sache saustark. Besonders Washington, der entsprechend den Oscar dafür bekam. Aber auch Morgan Freeman hat mir äußerst gut gefallen, auch wenn er die Rolle des weisen, genügsamen, ruhigen und autoritären Schwarzen bereits zum 135 verkörpert. Aber das macht seine Performance schließlich nicht schlechter.Hervorzuheben ist auch noch die Musik von James Horner (auch schon für "Braveheart", "Kopfgeld" und zahlreiche weitere Filme hat er die Musik geschrieben), er schafft es meistens, die Stationen des Films passend zu untermalen und so den Zuschauer ein Stück tiefer in den Film hineinzuziehen. Besonders gut gefallen hat mir der Schluss, der wohl eine eindeutige und nachvollziehbare Antikriegsbotschaft präsentiert wird. Tausende Menschen sterben, weil sie mit Waffen stupide aufeinander losfeuern. Und das alles nur, damit eine der beiden Gruppen am Ende in halbierter Form 1000 Quadratmeter mehr Land besitzt, welches sie persönlich unter Umständen nie brauchen werden. Wenn man da zu lange drüber nachdenkt, kann einen das richtig fertigmachen. Fazit: Ein gut gelungener Antikriegsfilm, der lediglich an der absehbaren Handlung und dem schlechten Hauptdarsteller scheitert. Dafür tolle Musik, (die unverständlicherweise keine Oscarnominierung erhielt) starke Nebendarsteller und eine gut rübergebrachte Botschaft. Insgesamt fügt sich das für meinen Geschmack zu 7 Punkten zusammen. Euer Don
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