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Todesstille (1989)

Eine Kritik von JoeHerf (Bewertung des Films: 3/10)
eingetragen am 15.08.2007, seitdem 394 Mal gelesen


Die Idee einen Psychothriller mit so einfachen mitteln zu drehen fand ich schonmal nicht schlecht, vor allem da es einige Filme gab, die auf diese Weise unglaublich spannend wurden. In diesem fall wurde ich allerdings arg enttäuscht. Angesichts der guten Schauspieler und der interessanten Grundidee hatte ich eigentlich einen spannenden Film erwartet. Die schauspielerische Leistung war zumindest von Nicole Kidmann und auch von Sam Neill nicht schlecht gewesen, aber Billy Zane verkörpert den Psychopathen derart unglaubwürdig, das es dem Film viel Wind aus den Segeln nimmt.
Das gröste Manko des Films ist allerdings die Vorhersehbarkeit. Ich dachte ständig, jetzt passiert bestimmt das und das. Und welch Überaschung genau das passierte dann auch. Wenigstens ein paar überaschende Wendungen hätten dem Film gut getan. Dazu kam dann noch die finale Szene, die erstens absolut überflüssig, und zweitens unglaubwürdig war, ums so zu sagen, einfach nicht mehr passte und eher unfreiwillig komisch wirkte.
Auch hätte ich mir mehr tiefgang gewünscht. Zwar wird die Vorgeschichte vom Ehepaar am anfang kurz beleuchtet, aber das nicht nur viel zu kurz, nein, es hat noch nichtmal irgendeine auswirkung auf die Geschichte. Da hätte man sich genausogut irgendwas komplett anderes ausdenken können, es wäre ja eh egal gewesen. Am meisten stört aber das der Psychopath nicht näher beleuchtet wird, was vermutlich auch mit für die Unglaubwürdigkeit dieses Charakters sorgt. Man erfährt fast gar nix über die Vorgeschichte, weder was da nu eigentlich an Bord des Vergnügungsschiffes passiert ist, weshalb alle gestorben sind, noch warum er nun zum Psychopathen wurde.
Zu guter letzt fehlte einfach die Spannung, immer wenn sich gerade etwas spannend aufbaute, kam wieder eine Szene die das ganze wieder auflockerte. Es kam schlichtweg keine Spannung zustande!

Fazit:
Eine gute Grundidee und eine passable schauspielerische Leistung von Nicole Kidmann und Sam Neill können den Film  nicht retten. Insgesamt ist der Film unspannend, vorhersehbar, teilweise unglaubwürdig und mit zweidimensionalen Charaktern vor allem dem des Psychopathen gespickt. Kurz: Man hätte mehr raus machen können, so bleiben gerade mal
3/10 Punkten


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