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Ring 2, The (2005)

Eine Kritik von Brain
eingetragen am 16.03.2005, seitdem 800 Mal gelesen


Sechs Monate nach den schrecklichen Geschehnissen, die die Journalistin Rachel Keller und ihren Sohn Aidan im wahrsten Sinne des Wortes fast zu Tode ängstigten, haben die Beiden Seattle verlassen, um möglichst viele Kilometer zwischen sich und die alptraumhaften Erinnerungen an das – von Samara mit einem tödlichen Fluch belegte – Video zu bringen. In dem kleinen Küstenstädtchen Astoria, im US-Bundessstaat Oregon, hoffen Rachel und Aidan auf ein neues, friedvolles Leben. Zu ihrem großen Schreck muss Rachel aber sehr bald feststellen,, dass es in Astoria zu einem Verbrechen gekommen ist, bei dem ein unbeschriftetes Video eine wesentliche Rolle zu spielen scheint. Rachel ist zutiefst schockiert. Doch das ist erst der Anfang. Denn schon bald wird ihr klar, dass hier wieder der grausame Racheengel Samara am Werk ist. Und diesmal, so scheint es, kann niemand Samaras Teufelskreis aus Terror und Tod entkommen.

Im Jahr 1998 brachte der japanische Regisseur Hideo Nakata mit „Ringu“ den sogenannten „J-Horror“ – oder auch Japanischen Horror – in die asiatischen Kinos. Der J-Horror zeichnete sich besonders dadurch aus, dass der mehr Wert auf die Story und Charaktere, als auf Spezial- und Gore-Effekte legte. Basierend auf den Horror-Romanen von Koji Suzuki war Nakatas „Ringu“-Verfilmung der erfolgreichste Film in der japanischen Kinogeschichte und zog zwei Sequels nach sich, bei denen ebenfalls Nakata Regie führte.

Aufgrund des phänomenalen Welterfolges von „Ringu“ folgte sogleich eine amerikanische „Ring“-Version. Als der Film im Frühjahr 2002 in die US-Kinos kam, wurde aus dem anfänglichen „Sleeper“ ein Mega-Hit, der nun Amerika und Europa in seinen Bann schlug.

Im Frühjahr 2005 kommt nun nach „Der Fluch“ das zweite J-Horror-Remake in die Kinos. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger vermag diese aufpolierte Version des japanischen Originals nicht wirklich zu überzeugen. Der Zusammenhang zum ersten Teil wird in den ersten zehn Minuten des Films abgehandelt, danach ist Schluss mit dem mysteriösen Killer-Video. Stattdessen dreht sich nun die Geschichte um Rachel und ihren Sohn Aidan, der von Samara heimgesucht wird. Der Film entwickelt eine bizarre Mutter-Kind-Geschichte und lässt den Zuschauer immer wieder durch geschickt platzierte Schockmomente aufschrecken. Spannende Momente lassen sich durchaus in „The Ring 2“ finden, leider durchziehen den Film allerdings auch ziemlich langatmige Phasen und die wirkliche Innovation bleibt aus.

Insgesamt ist der Film durchschnittlich und für den normalen Kinogänger durchaus geeignet. Wer hier jedoch ein Meisterwerk der Filmkunst erwartet, wird leider enttäuscht sein, auch kann „The Ring 2“ nicht mit seinem Vorgänger mithalten.


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