Eine Kritik von Film-Meister (Bewertung des Films: 2/10) eingetragen am 01.05.2005, seitdem 423 Mal gelesen
(Spoiler) Was für ein echter Jammer. Das Remake-Prequel von 2002 (kenne keins der Originalen) war ein Ausnahme-Thriller, super spannend mit düsterer Atmosphäre sowie überraschenden Ereignissen. Das wenige Negative kam fast erst ganz zum Schluß, als die kleine "Lady" nass aus der Kiste stieg, dass hatte mich damals schon sehr gestört, weil es dann doch zu übertrieben unrealistsch war aber bis dahin noch relativ logisch. Leider macht die Fortsetzung effektemäßig genau da weiter, wo der erste aufhört. Der 2. Teil ist sehr verworren (im negativen Sinne), maßlos übertrieben an Effekten, dass er fast an Matrix rankommt. Alles wirkt extrem aufgesetzt, es hat nicht wirklich mehr soviel mit den eigentlich Ereignissen zu tun, da es die ganze Zeit darum geht, dass der Sohn besessen ist, sowas gehört m. M. nach zum Exorzisten, bei Ring gehts aber eigentlich um ein VIDEO! Im Nachfolger häufen sich die Ungereimtheiten und es wird zwanghaft versucht, mystisch zu wirken aber verkommt dabei fast zur Lächerlichkeit. Ich kann nicht behaupten, dass er nicht spannend ist, aber halt fast in keinster Weise so, wie es sich gehört. Es ergibt fast nix mehr einen Sinn, die Dialoge deutlich schwächer bis sogar unnötig. Auch die Szene mit den CGI(?) Hirschen, die eigentlich keinen Sinn ergab und deplaziert wirkte. Den Vogel für mich abgeschossen hat die vorletzte Szene, als Frau Watts durch den Fernseher im Brunnen landet, rausklettert und das tote Mädchen ihr in Zeitraffer in Froschhaltung hinterherkommt, nur noch Kopfschütteln. Gebe zu, dass im Falle RING eine Fortsetzung umzusetzen sicher nicht einfach ist, aber hier wurde fast auf ganzer Linie versagt bzw. in die falsche Richtung gedacht. Hat sich der Erste noch 8 Punkte verdient, schafft es dieser nur auf 2. Bei der Kletterszene war ich bei 1 Punkt, aber dank der "falschen" Spannung verdoppel ich großzügig. Zu viele und übertriebene Effekte gehören einfach nicht dazu.