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House of Wax (2005)

Eine Kritik von Fabse (Bewertung des Films: 3/10)
eingetragen am 06.10.2005, seitdem 761 Mal gelesen


Ohne jetzt groß einleitende Worte zu verlieren (hab gerade genug mit Kaffeesaufen zu tun) schwingen wir uns jetzt mal in das unbändige Vergnügen und stellen fest, dass man hier nicht wirklich einen ansprechenden Plot geboten bekommt: Teengager! Sogar ein ganzer Haufen davon wie man sie im 08/15 Slasherhimmel kaum erwarten könnte. Wundersame Charaktere, deren spitzfindige Naturen so geschickt umrissen werden, dass man vor Innovation seinen Fernseher mit dem Fuß streicheln möchte. Die Interessengemeinschaft Vögelsaufingen e.V. ist gar nur innerhalb ihrer Wochenendplanung noch kreativer als bei Wahl ihrer Gesprächsthemen: „Hö,hö, da fahren wir mal Campen!“ Natürlich hat sich dann noch ganz in der Nähe ein Bruderpaar den Spaß gegönnt, eine ganze Kleinstadt abzumurksen und in handliche Wachsfiguren umzufunktionieren. Was passiert wohl, wenn die Teenies in die Fänge der Wachsfetischisten geraten? Hier mal ausnahmsweise was neues an der Remakefront: Das Dingens heißt zwar so wie ein Vincent Price-Filmchen, is aber was ganz anderes, das außer dem Wachsfiguren-Upgrading nichts mit dem Namensvetter am Hut hat. Statt Price gibt’s hier Paris Hilton und Elisha Cuthbert zu bestaunen. Bestaunen deshalb, weil Nervbolzen Paris uns eindrucksvoll zeigt was sie kann: Nichts, noch weniger und sogar gar nichts! In dummen Trendklamotten rumhüpfen, mit Kerlen rummachen und mit einem einzigen Gesichtsausdruck in der Bratzenfresse irgendwelche Sprüche, die von Panini-Sammelbildern auswendig gelernt wurden runter brabbeln sind das Maximum, dass die blonde Kackstelze auffährt. Miss Cuthbert ihrerseits kaspert sich auch hier wieder durch einen konfusen Streifen, wie man es von ihr nicht anders gewohnt ist. Der Rest der Bande ist dann auch gar nicht weiter erwähnenswert. Viel mehr sei House of Wax all jenen Menschen empfohlen, die sic gerne selbst kneifen wollen um wach zu bleiben. Die erste komplette Stunde passiert in etwa soviel interessantes auf dem Screen wie bei Gesprächsrunden von Komapatienten. Wer danach noch nicht weggepennt ist, der wird in der zweiten Hälfte dieser Hochglanzschmonzette mit ein paar Splatter-Einlagen und fiesen Quälereien beehrt. Vereinzelt kommt dann so was wie Stimmung auf, die dann allerdings durch anschließende Dummsabbelei zerstört wird. Alles plätschert und tropft vor sich hin und im Idealfall beißt jemand recht ansehnlich ins Gras. Ansonsten bleibt ein Langweiler zurück, dessen Story mehr als an den Haaren herbei gezogen scheint und dessen einzige Lichtblicke einige gelungene FX und der Soundtrack sind. Der neueste Hit unter den Fast Forward Flicks halt. Selbst für den geneigten Fan von Paris Hilton ( gibt es eigentlich so abartig veranlagte Menschen?) ist der Griff zum One Night in Paris Porno die bessere Wahl.


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