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Black (2005)

Eine Kritik von Teddy-San (Bewertung des Films: 10/10)
eingetragen am 05.04.2008, seitdem 186 Mal gelesen


Jeder der schon mal was von Bollywood gehört hat, denkt an eine Glitzerwelt voller Farben, Musik, Liebesglück, hypersensible Männer und Filme die nicht enden wollen...

Es gibt sicherlich eine Menge davon, gerade in den 90er Jahren wurde dort einfach zu oft zu dick aufgetragen. Und wer glaubt Bollywood ist nur Shahrukh Khan...der täuscht sich, denn auch jener - der größte Star der gegenwärtigen Zeit, schaut nach oben zu...Amitabh Bachan. Das Bollywoodurgestein, dem zu Ehren er den erfolgreichen Film "Don" aus den späten 70er Jahren, einer Neuauflage widmete.

Oft spielt Bachan den harten aber gerechten Vater, gerade in den jüngeren Filmen, festhaltend an Prinzipien aus der Vorzeit möchte man sagen. In "Black" spielt er einen charismatischen Lehrer und es sei den Deutschen Auflegern gedankt, dass dieser Streifen nicht synchronisiert wurde, die Wirkung würde völlig verfehlt werden, die Untertitel genügen vollkommen.

"Black" beginnt mit der Geburt der kleinen Michelle (später gespielt von Rani Mukerjhee). Im Alter von 2 Jahren erhalten die Eltern die schreckliche Nachricht, dass Michelle weder sehen, noch hören kann. 6 Jahre später entschließen sich die Eltern, Michelle in die Obhut einer Anstalt zu geben, nachdem sie einen Kerzenständer umreißt und einen Brand verursacht. Der Vater ist außer sich und es scheint, er habe nur auf diese Gelegenheit gewartet Michelle endlich abzuschieben. Erschütternd, Michelle wird wie ein Tier behandelt, mit einem Glöckchen versehen, damit man hören kann wo sie ist. So wie sie "gehalten" wird, benimmt sie sich auch. Nun tritt Debraj Sahai (Bachan) als Lehrer und Michelle's letzte Chance in ihr Leben, isoliert sie von den Eltern und der Erfolgt gibt ihm später auch recht....das geht sogar soweit das Michelle studiert...16 Jahre lang lehrt er Michelle und macht sie zu seinem Lebenswerk.....(mehr wird an dieser Stelle nicht verraten (-:)

Es ist ein sehr stiller Film, der ohne viele Worte auskommt, man ertappt sich oft selbst sich in die Lage von Michelle zu versetzen..nichts zu sehen, nichts zu hören und dennoch den Lebensmut nicht zu verlieren. Höhepunkt des Films - die Bitte von Michelle an Debraj sie zu küssen, da sie wohl nie die Chance bekommt zu lieben. Einer der ergreifensten Momente des Films....und so perfekt von Rani und Amitabh gespielt....Oscarreife Darbietung. Auch für die schaupielerische Leistung des 8 -jährigen Mädchens...muss eine Lanze gebrochen werden, denn immerhin taucht Rani erst gut nach der Hälfte des Streifens auf.

Zu Recht einer der erfolgreichsten indischen Filme und...ganz ohne Musik und Tanz. Es gibt wenige Filme, die einen dermaßen starken Eindruck bei mir hinterlassen haben...

Bollywood ist nicht gleich Bollywood.


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