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TDR - The Devil's Rejects (2005)

Eine Kritik von He-Man (Bewertung des Films: 9/10)
eingetragen am 08.08.2005, seitdem 455 Mal gelesen


Bei diesem Film wurde ich durchaus positiv überrascht. Mit dem Vorgänger "House of 1000 Corpses" konnte ich nicht so viel anfangen, aber das ist sowieso Geschmacksache.
In dieser Fortsetzung bekommen wir nun ein Road-Movie serviert. Garniert wird das Werk mit einem klasse Southern-Rock Soundtrack. Die sicke Atmosphäre ist nun allgegenwärtig, diesmal werden keine Gefangenen gemacht.

Baby und Otis, später begleitet von dem hinzustoßenden Captain Spaulding, können mit knapper Not einer Stürmung ihres Aufenthaltsorts durch die Polizei entkommen. Geleitet wird die Aktion von Sheriff John Wydell, dessen Bruder von der degenerierten Familie umgebracht worden ist. Seitdem ist er von der Idee besessen, die Bösewichte zu kriegen.
Nach einem Aufenthalt in einem billigen Highway Motel, wo die ein oder andere Geisel ihr Fett abbekommt, gelangen Baby und Otis, samt Daddy, zu einem alten Freund, der ihnen Unterschlupf gewähren soll. Doch Sheriff Wydell hat die Spur bereits aufgenommen...

Jede Menge kranker Szenen, stets zündende Gags und überragende Darsteller zeichen "The Devil's Rejects" aus. Vor allen Dingen Otis uns Sheriff Wydell haben mir schaupielerisch gefallen, da brennt die Hütte!
Babe darf diesmal alle fünf Minuten ihren Arsch in die Kamera halten, was sicherlich nicht die schlechteste Strategie Zombie's war.

Den ganzen Film durchzieht eine herrlich dreckige Atmospäre. Es gibt Szenen, die einem so schnell nicht mehr aus dem Kopf gehen werden: so z.B. die sexuelle Belästigung einer älteren Frau (einer Geisel aus dem Motel) durch Otis...und seine Pistole!
Auch eine Szene, in der eine Frau von einem Truck überrollt wird, ist äußerst spektakulär geraten.

Die Dialoge sind äußerst amüsant. Z.B. ragt ein Gespräch des Sheriffs mit einem Filmfachmann heraus, der über die Marx Brothers (insbesonder Groucho) elaboriert. Eine negative Bemerkung über Elvis Presley lässt den Sheriff völlig ausrasten ("What did you just say about the King? What did you say about Elvis Aaron Presley in my presence?... OUT! FUCK GROUCHO!!").

Das Ende ist meines Erachtens durchaus gelungen und weiß zu gefallen. Besonders die Inszenierung der letzten Minuten, untermalt vom genialen Lynryd Skynryd Song "Free Bird", gehören mit zum Besten, was man in letzter Zeit gesehen hat.

Für mich ein Film mit Kultpotenzial, der mit der Zeit wohl noch mehr wachsen wird.


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