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TDR - The Devil's Rejects (2005)

Eine Kritik von Ebert (Bewertung des Films: 1/10)
eingetragen am 01.04.2006, seitdem 2142 Mal gelesen


The Devil's Rejects

Nach House of 1000 corpses, der ein bisschen an Texas Chainsaw Massacre erinnert, liefert Zombie hier seinen zweiten TCM-Verschnitt ab.

Alle Bekloppten und Pyschos aus dem ersten Teil sind wieder dabei, was dem Film jedoch auch nicht hilft. Und wie im ersten Teil gibt es Erniedrigung, Folter und Mord pur, von beiden Seiten.

So die Szene im Motel, in der die geisteskranke Blondine zwei weiblichen Geiseln bepfiehlt, sich gegenseitig ins Gesicht zu schlagen, um auf die Toilette zu dürfen. Davor mussten wir ertragen, wie einer der Irrer seine Pistole der Frau ins Hösschen schiebt, und sie zwingt, sich als seine Hure zu titulieren.

Aber auch die Gegenseite ist in diesem billigen Rape- und Revenge-Abklatsch nicht zimperlich. Die Mutter der irren Blondine wird vom Sheriff eigenhändig erstochen, in einem Texas-ähnlichen Verhör wird einem die Hände mit Nägeln durchhämmert, Gewalt an jeder Ecke, Auge um Auge, Zahn um Zahn.

Dass der Sheriff am Ende stirbt, weil eine Freddie Krueger ähnliche Gestalt ihm das Genick bricht, was macht es aus in diesem ärgerlichen Film, in dem es nur ums Morden, Quälen und Ficken geht, und wenn nicht gefickt wird, wird nur abwertend darüber gespochen.

Ähnlich wie ein Mann sieht rot, plädiert dieser Film latent für die Todesstrafe, denn wer soll sich einen Film ansehen, in dem die Verbrecher derart glorifiziert werden wie in diesem Streifen?

Und die FSK-Freigabe zeigt, wie es mit ihr nach unten geht. Die Freigabe KJ (Keine Jugendfreigabe) soll dann erteilt werden, wenn eine schwere Jugendgefährdung nicht vorliegt. Dieser Meinung kann ich mich beim besten Willen nicht anschliessen. Der Film lebt von der Darstellung drastischer Gewalt und Gegengewalt, und hat weder moralische noch sonstwelchen Botschaften, ausser, zu Töten und zu Morden. Und dass auch noch in einer Selbstjustiz, die man nur in Texas finden kann. Wenn wundert es bei solchen Botschaften, dass, wie jetzt an einer Berliner Hauptschule, geistig schwache Ausländerkinder sich solche Botschaften zu eigen machen, und dann in Deutschland die Gewalt zunimmt. Von wegen keine schwere Jugendgefährdung.

Nimmt sich der Film in den ersten Minuten noch selber nicht zu ernst, erleben wir danach nur noch eine langweilige Handlung mit Gemorde, Geschreie, alle schön brutal, dennoch mit der Zeit nur langweilig werdend. Auch wenn die dargestellte Gewalt nicht explizit ins Bild kommt, so ist sie doch widerlich und ärgerlich, und macht den Film zu einer Zeitverschwendung.

Ich rate ab.


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