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Hellraiser IV - Bloodline (1996)

Eine Kritik von Kettcar (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 30.11.2005, seitdem 317 Mal gelesen


Der fast schon legendäre vierte Teil der Hellraiser-Saga geniesst einen unnötig schlechten Ruf. Über die Produktionsgeschichte und das Debakel um das Regisseuren-Pseudonym Alan Smithee kann man ja auf OFDB nachlesen. Traurig wie die Geldgier noch so jedes Projekt vernichten kann. Wobei dies bei Hellraiser 4 dann doch nicht so schlimm ist wie beschrieben.

In Punkto Story wird diesesmal vom „Spielzeugmacher“ und der Entstehung des Würfels berichtet. Die Geschichte führt über verschiedene Zeitepochen zu den jeweiligen Nachfahren des ursprünglichen Spielzeugmachers – bis hin zur Zukunft im Weltraum. Oft kritisiert, finde ich gerade diese Zeitepochen sehr interessant. Es zeigt dass das Böse stets vorhanden war. Eine platte Aussage, aber Tatsache. Leider ist die Zukunftsepoche von der Ausstattung her sehr billig geraten, die Vergangenheit sieht aber schon gelungen aus mit den Kostümen und der Innenausstattung. Hier war eindeutig mal mehr vorgesehen.

Viele Menschen jammern wenn sich Filmideen in einer Filmreihe ständig wiederholen. Beste Beispiele: Die „Freitag der 13.“ Oder „Halloween“-Reihe. Doch wenn sich dann mal ein Film von seinem ursprünglichen Vorgänger abhebt, wird ebenfalls gejammert. Wieso? Weil der Film keine intellektuellen Hintergründe mehr bringt? Oder weil Pinhead einfach mehr zur Slasher-Figur wird? Dies versuchte man ab Teil 5 wieder zu korrigieren und auch hier wurde wieder gejammert. Für mich ist „Hellraiser“ immer noch die beste Filmreihe überhaupt – eben genau dank dieser Abwechslung.

Teil Vier bietet ebenfalls schöne Kills, die teils sogar noch überraschend splattrig ausgefallen sind. Die Ketten kommen wieder schön in den Einsatz. Pinhead ist recht oft zu sehen, wirkt aber tatsächlich nicht mehr so furchteinflössend wie sonst. Doch es ist eine interessante Weiterentwicklung. Wieso soll der „Schmerz“ denn nicht seine Arbeit auskosten dürfen? Die Cenobiten in Teil Vier sind ebenfalls maskentechnisch gut gelungen, haben jedoch keine bemerkenswerte Auftritte.

Fazit: Hellraiser 4 ist kein schlechter Film, sogar ein überdurchschnittlicher Horror-Thriller in verschiedenen Zeitepochen. Anderst als in späteren Teilen wird hier auch noch auf die Saga selbst eingegangen, der Würfel und Pinhead wirken nicht dem Selbstzweck. Recht viele blutige Szenen, ein gelungener Score und schöne Ausstattung lassen den Film – auch dank seiner kurzen Laufzeit von knapp 85 Minuten – zu einem tollen Filmvergnügen machen. Wie Pinhead so schön zum Abschluss sagt: Amen! 7/10


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