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Per Anhalter durch die Galaxis (2005)

Eine Kritik von Trancilin (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 11.06.2005, seitdem 589 Mal gelesen


Eines Vorweg: Ich bin ein absoluter Anhalter -"Triologie" Fan. Für mich sind alle Bücher mit die besten, die ich je gelesen habe. Soviel zu meiner Ojektivität.
Dieser Film ist wohl symptomatisch für Adams Abgabetermin-Aufschieberei. Seit Jahren war ein Kinofilm geplant und nun, vier Jahre nach seinem viel zu frühen und unerwarteten Tod, hat es Douglas Adams' Reiseführer endlich auf die Leinwand geschafft.
Im großen und ganzen ist er gelungen, aber der letzte Schliff zum Highlight des Jahres fehlt. Adams hatte ja noch selbst ein Drehbuch verfassen können und zum Glück ist es in die richtigen Hände gefallen. Ja, es gibt wieder viele Abweichungen zu den anderen "Anhalter"-Versionen; manche gut, manche eher weniger. Zu vermeiden war es eh nicht, denn jeder der die Bücher kennt, weiß dass dieser Stil nicht 1 zu 1 auf die Leinwand übersetzt werden kann. Adams selbst sagte mal, dass jedes Medium seine Stärken und Schwächen hat und die müssen ausgenutzt bzw. vermieden werden.
Nun aber zu Film: Der Humor ist nicht jedermanns Sache, aber wer eh noch nie was von "Per Anhalter durch die Galaxis" gehört hat, sollte den Film vorerst eher auslassen. Es sind nämlich größtenteils viele Details, die den Humor mittragen. Ein Schmunzeln kommt hoch, wenn man zum Beispiel, den Marvin aus der alten Serie im Film entdeckt.
A propos Marvin, der "tragische Held" bzw. der manisch depressive Roboter ist wohl wieder mal der absolute Liebling, neben dem eigentlichen Hauptcharakter Zaphod Beeblebrox. Einen besseren Schauspieler als Sam Rockwell hätte es hierfür wohl nicht geben können. Martin Freeman als Arthur Dent ist ein wenig blass im Gegensatz zu der Stimmungskannone Zaphod. Er trägt es mit relativer Gelassenheit, dass seine Heimat zerstört wurde bzw. versteht es scheinbar auch. Aber auch Ford Prefect-Mime Mos Def ist eher im Hintergrund und Trillian wurde ja auch schon bereits im Buch eher an den "Rand" geschoben.
Trotzdem wurde alles gut inszeniert und Langweile kommt gar nicht auf. Musikalisch gibt es nicht soviel zu erwähnen, allerdings ist das "Dolphin-Opening" ein Ohrwurm. Ein technischer Minuspunkt ist für mich das Bild gewesen. Mir hat ein wenig die Schärfe gefehlt, sonst war alles in bester Ordnung.
Fans sollten sich den Film nicht entgehen lassen, um später wenigstens ihr eigenes Bild machen zu können. Leute, die sich im Kino einen unterhaltsamen Film ansehen wollen, dessen Humor und Anspruch sich von "Normal-Produktionen" abhebt, sollten ihn sich anschauen. Nur die, die noch keine "Erfahrung" mit dem Reiseführer und dessen Humor haben, sollten sich erstmal das Buch vornehmen bzw. Probe lesen.
Auch wenn Adams kein zweites Drehbuch mehr hatte schreiben können, hoffe ich, dass vielleicht "Das Restaurant am Ende des Universums" irgendwann einmal folgen wird. Da vertraue ich ganz auf Garth Jennings und das ganze Team.
Wie auch immer...
So long and thanks for all the fish!
(War ja klar das es so enden musste *g*)


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