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Dogtown Boys (2005)

Eine Kritik von VIRUS (Bewertung des Films: 6/10)
eingetragen am 23.07.2008, seitdem 228 Mal gelesen


Auf Anraten meine Freundin schauten wir uns gemeinsam diesen Film an, da ein gewisses Interesse an der ganzen Skateboard-Geschichte bei uns beiden vorhanden ist, jedoch bei mir weniger Vorwissen, nur ein ganz grobes Bild, was diese Typen, um die sich der Film dreht, denn geleistet haben. Dieser Mangel an Vorwissen sollte mir beim Ansehen von Dogtown Boys noch zum Verhängnis werden. Aber dazu später.

Die Zusammenfassung zu Dogtown Boys spare ich mir, da diese ja auf der Hauptseite einzusehen ist.

Pluspunkte an Dogtown Boys:
Der Film beruht auf einer wahren Geschichte, und basiert auf den Memoiren der Hauptcharaktere, ist also ziemlich authentisch. Die Schauspieler sind überzeugend und gut ausgewählt, also passen vom äußeren zu den Rollen, die sie spielen. Hervorzuheben ist Heath Ledger als Surfshopbesitzer Skip, und auch Johnny Knoxville, der als Chef einer rivalisierenden Skate-Firma kaum wiederzuerkennen ist, und ausnahmsweise mal nicht den Pausenclown spielt. Die Optik des Films gefällt ebenfalls, ich kann zwar nicht ausmachen, woran dies liegt, würde aber vor allem die Farbgebung dafür verantwortlich machen, die dem Film einerseits einen leicht "retro-artigen" Look verleiht und andererseits gut zu den Schauplätzen passt.
Auch die Filmmusik ist gekonnt eingesetzt und passt sowohl zeitlich als auch im Zusammenspiel mit den Szenen.
Gastauftritte der inzwischen gealterten Z-Boyz oder Skateboard-Legende Tony Hawk wissen auch zu gefallen und lockern den Film etwas auf (vorausgesetzt man kennt die betroffenen Personen).

Minuspunkte:
Wie schon andere Reviewer hier, muss ich die teils doch sehr lückenhafte Erzählweise des Films bemängeln. Hier kommt auch der Mangel an Vorwissen, den ich zu Beginn erwähnte zu tragen. Ist man mit der Geschichte der Z-Boyz vetraut, hat man keine Probleme, dem Film zu folgen, ohne Vorwissen ist es schwierig, Zusammenhänge zwischen Szenen zu erkennen oder Zeitspannen, die zwischen Szenen des Films liegen, einzuschätzen. Dieser Mangel des Films erschwert auch die Identifikation mit den Hauptcharakteren, da keine wirklichen Entwicklungen gezeigt werden, sondern lediglich Eckpunkte der Story.
Zur Story selbst bleibt zu sagen, dass diese nicht allzu komplex ist (naja, okay, wahre Begebenheiten und so), und etwas standardmässig rüberkommt, eben ein typischer Jugendfilm über eine Clique, Streitigkeiten untereinander, zerbrechen der Clique, Liebesgeschichten, Betrug, Partys, Saufen undundund, bis hin zum etwas vorhersehbaren und (wenn auch wahrem) etwas rührselig inszeniertem Ende.

Netter Zeitvertreib, für Skateboardinteressierte sinnvoller als für andere, Vorwissen hilft ebenfalls. Nicht wirklich toll, aber auch nicht wirklich schlecht (die 1/10-Wertungen sind totaler Quatsch, schaut euch mal lieber "Daniel, der Zauberer" an, das sind verdiente 1/10!)


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