|
 |

Ansicht eines Reviews
Spiel ohne Regeln (2005)
Eine Kritik von edraymond (Bewertung des Films: 8/10) eingetragen am 02.10.2005, seitdem 469 Mal gelesen
Die Remakewelle in Hollywood nimmt kein Ende. Auch „The Longest Yard“ lehnt sich an einen Klassiker aus den Siebzigern („Die Kampfmaschine“) an, dies aber mit großem Erfolg. Denn die Amerikaner stürmten im Sommer die Kinos und besorgten dem Film ein überraschend hohes Einspielergebnis. Ein Qualitätsbeweis ?? Ja, denn die Komödie spielt ironisch mit Klischees und bietet neben vielen gelungenen Gags auch ein Staraufgebot der Superlative.
Nach einer Promillie-Fahrt und der entsprechenden Verfolgungsjagd mit der Polizei landet der Ex-Footballstar Paul Crewe (Adam Sandler) im texanischen Knast. Dort soll er ein Footballteam aus Insassen zusammenstellen, dass für ein Trainingsspiel gegen die Wärter herhalten wird. Keine leichte Aufgabe, denn die Meisten können weder richtig Footballspielen noch haben sie den Wettbetrug des Ex-Stars vor einigen Jahren vergessen ...
Filme um den amerikanischen Lieblingssport sind nun wirklich keine Seltenheit – aber selten spielten sie in einem Gefängnis. Diese Tatsache hingegen macht die Sache so interessant. Regisseur Peter Segal, der sich auch für die beiden letzten Sandler-Filme verantwortlich zeigt, verarbeitet so augenzwinkernd jede Menge Klischees und macht daraus ein Gagfeuerwerk, dass sogar teilweise Gesellschaftskritik aufkommen lässt. Wer hier jedoch Anspruch oder ähnliches erwartet, ist komplett falsch. Schließlich handelt es sich um einen Adam Sandler-Film. Ansonsten kann man über die Story nicht meckern. Wirkliche Überraschungen gibt es nicht, allerdings sind die Charaktere schön schräg und die Ideen des Films sind großartig.
Erstaunlich ist die Tatsache, dass es in den kompletten knapp zwei Stunden Laufzeit nicht eine Länge gibt. Die Story drückt ordentlich aufs Tempo, sodass das Spektakel sehr kurzweilig ist. Die Gags sind einfallsreich, teils etwas kitschig (die Tunten-Crew) aber durchweg amüsant. Auch geht der Film keiner Prügelei aus dem Weg, die teils harten Fights sind nicht ohne. Auf dem Feld zeigt sich die Klasse des Films, denn die Spielszenen sind krachend und realistisch inszeniert. Bei solchen Zusammenstößen fühlt der Zuschauer mit !!!
Die Darsteller um Angelpunkt Sandler machen ihre Sache ebenso gut. Rapper Nelly gibt sein Leinwanddebüt mit Bravour, Chris Rock stiehlt Sandler (fast) die Show und Altstar Burt Reynolds zeigt, dass er es immer noch drauf hat.
Erste Sahne ist auch die Mischung des Soundtracks, denn hier ist für wirklich jeden etwas dabei. Neben Nelly, der zwei Songs besteuerte, gibt’s noch AC/DC, No Doubt, Crystal Method und einiges an Country-Musik. Das Ganze harmoniert einfach klasse und hinterlässt beim Kinobesucher den ein oder anderen Ohrwurm.
Fazit:
„The Longest Yard“ ist nicht nur einer der besten Sandler-Filme, sondern auch eine klasse Sportkomödie. Irre Gags, atemberaubend-realistische Spielszenen und toll aufgelegte Stars machen den Film zu einer der positiven Überraschungen des Sommers. Obwohl die Story in die Länge gezogen ist, ist es zu keiner Zeit langweilig. Da kann man über die paar Drehbuchschwächen hinweg sehen. Der Soundtrack bietet einen genialen Mix mehrerer Stilrichtungen und die Inszenierung ist optisch sehr ansprechend.
Ein Film für Männer, der einfach Laune macht und für den ich nur eine Empfehlung aussprechen kann.
 | "Surprise me!" BETA |
Zur Übersichtsseite des Films Liste aller lokalen Reviews von edraymond
Zurück
 |
 |
|