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Spiel ohne Regeln (2005)
Eine Kritik von bigimot66 (Bewertung des Films: 7/10) eingetragen am 05.03.2008, seitdem 613 Mal gelesen
It`s Remake-Time!!
Dieses Mal hat es "The Longest Yard" erwischt. Einen Streifen mit dem der damalige Super-Star Burt Reynolds einen seiner besseren Filme abgeliefert haben soll. Mag sein - ich kenne das Original aber nicht und bin sowieso kein Reynolds-Fan! Allerdings auch kein großer von Adam Sandler!
Dummerweise spielt aber gerade Sandler hier die Hauptrolle und auch Reynolds taucht in einer Nebenrolle auf.
Für den Anfang ergibt das schon mal keine besonders günstigen Voraussetzungen für einen unterhaltsamen Abend.
Vielleicht ist aber wenigstens die Story des Films was besonders...
Paul Crewe (Sandler), ehemaliger Football-Star-Quarterback ist total am Ende. Nachdem er ein Spiel manipuliert hatte ist er seit sechs Jahren weg vom Sport, seiner reichen Freundin ausgeliefert und dem Alkohol auch nicht gerade abgeneigt.
Irgendwann tickt er aus, fährt besoffen durch die Stadt und infolge dessen auch gleich für drei Jahre in den Knast ein.
Football-verrückt wie die Amis nun mal sein mögen kriegt dies ein Knast-Direktor mit, der in seiner Anstalt ein eigenes Team am laufen hat. Natürlich landet Crewe in eben diesem Gefängnis mitten in der Wüste.
Nach einigem Geplänkel kommt der Boss dort auf den Punkt. Unser Held soll aus den Knastinsassen ein Team aufstellen, daß gegen die Wärter-Mannschaft als Aufbaugegener spielen soll. Klar, daß die Knackis scharf darauf sind mit ihren Wärtern in Körperkontakt zu kommen - aber um Football zu spielen fehlt es dem Knast-Team aber dann doch etwas an Talent...
Wie die Sache ausgeht wird nicht verraten, wer aber schon mal einschlägige US-Underdog-Streifen gesehen hat kann sich das Ende relativ leicht vorstellen.
Eigentlich bietet diese Sory auch nichts wirklich interessantes. Wie kam ich also dazu mir ausgerechnet diesen Film zu kaufen wird sich mancher Leser fragen? Die Antwort ist relativ simpel.
Die DVD war eigentlich bloß die quasi vierte, kostenlose DVD einer hinreichend bekannten Verkaufs-Aktion und beim Erwerb nicht dazu gedacht in meine Film-Sammlung zu wandern. Aber genau dort stand sie nun bereits fast ein Jahr, originalverpackt usw. bis mir heute der Sinn danach stand.
Und ich muß trotz aller negativen Vorzeichen feststellen, daß der Film echt Spaß macht und zudem recht gut zu unterhalten weiß.
Trotz all der hier aufgefahrenen Klischees ist er Streifen enfach witzig. Was hauptsächlich an Sandlers einsilbigen Kommentaren und den teilweise recht derben Aktionen seines Teams liegt.
Da kümmert es den Zuschauer auch nicht, schon die x-te Variante eines bereits total ausgelutschten Themas zu sehen. Der Spaß steht hier im Vordergrund und in diesem Sinne überzeugt der Streifen auch über weite Strecken.
Kleine Mankos wie den Umgang mit Caretaker`s Tod, der relativ überraschend kommt, fast keine Tiefe usw. hat, überspielt die Regie von Peter Segal locker, um geradlinig zum großen Finale zu kommen, daß ca. 30 MInuten der Spielzeit einnimmt.
Hier wird zwar auch nichts bahnbrechend neues geboten, aber unterhaltsam ist die ganze Sache trotzdem ungemein.
Fazit: Wer sich mal in Gesellschaft von einigen Freunden und ein paar Bierchen einen vergnüglichen Film-Abend gönnen will liegt hier absolut richtig!!
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