Eine Kritik von Kim Ki Duk eingetragen am 27.01.2012, seitdem 53 Mal gelesen
Wer die Heroic Bloodshed Filme von John Woo mag, wird "The Big Heat" lieben. Der Film ist zurecht ein Klassiker des Honkong Actionkinos. Trotzdem schafft er es nicht ganz die Qualität der John Woo Film zu erreichen wie "A Better Tomorrow" oder "Hard Boiled".
Produziert wurde der Film von Tsui Hark und auf dem Regiestuhl nahmen Johnny To und Andrew Kam platzt. Heraus kommt ein knallharter Cop-Thriller der mit brachiallen und sehr brutalen Actionszenen aufwarten kann. Die Story ist eigentlich nur nebensächlich und dient als Aufhänger für die Actionszenen und davon gibt es einige. Da wird mit einem Bohrer eine Hand durchbohrt, da fliegen abgetrennte Finger und ein Kopf durch die Luft und die Shootouts sind auch sehr schön in Szene gesetzt, wenn auch nicht wie bei Woo in Zeitlupe, auch wenn ich finde das sie zu kurz geraten sind. Mit Waise Lee und Phillip Kwok hat man sehr gute Darsteller zu bieten. In einer kleinen Nebenrolle sehen wir die bezaubernde Joey Wong, die später mit "A Chinese Ghost Story" berühmtheit erlangte. Trotzdem mag die Geschichte mit der Jagd auf den Drogenboss nicht immer zu gefallen und man hätte sich vieleicht ein besseres Drehbuch gewünscht. So besteht der Film eigentlich nur aus Action und man vermißt doch mal ruhigere Momente. Zu kurz wurde auf die Beziehung von Chief Inspector John Wong und seiner Freundin Maggie (Tsui-Han Mak) eingegangen, da hätte man vieleicht einen guten Nebenstrang in der Geschichte einbauen können. Stattdessen wird nur kurz erwähnt das sie Heiraten wollten und das war es auch schon. Trotzdem kann man den Film nur empfehlen. Wer auf harte Action steht und wer komplett auf eine gute Geschichte verzichten kann, dem kann ich den Film nur empfehlen.
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