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American Dad! [TV-Serie] (2005)

Eine Kritik von Cameron (Bewertung des Films: 4/10)
eingetragen am 03.08.2008, seitdem 591 Mal gelesen


Ein "American Dad" - Das ist CIA-Mann und Familienvoberhaupt Stan Smith, dessen Familie aus Ehefrau Francine, der liberalen Tochter Hayle, Teenager-Sohn Steve, dem Goldfisch Klaus, der die Seele eines Ostdeutschen in sich trägt, und einem Außerirdischen aus der Area 51 namens Roger besteht.Dass die Serie um Familie Smith von "Family Guy"-Erfinder Seth MacFarlane ins Leben gerufen wurde, lässt sich mehr als leicht am Animationsstil und Humor erkennen. Im Gegensatz zu "Family Guy" konzentriert sich "American Dad" weitaus mehr auf die humorvolle Auseinandersetzung mit den amerikanischen Terror-Ängsten und Geheimdienstmethoden. Ansonsten ist der Humor recht ähnlich, vielleicht nur etwas weniger abgedreht als die Erlebnisse von Peter Griffin und die charakteristischen Rückblenden sind hier ebenfalls nicht zu finden. Die Geschichten der Episoden dienen of nur als Aufhänger, um möglichst viel Klamauk und realitätsferne Handlung unterzubringen. Ein häufiges Ziel dieser Späße sind dabei Dinge, die in irgendeiner Weise mit der US-Regierung oder sonstigen politischen Sachverhalten zu tun haben. "American Dad" möchte gerne ungemein satirisch und bissig sein, bietet aber meistens nur öde Witzchen. Die Storys sind passenderweise maßlos überzogen, entbehren dennoch jeglicher Komik. Ohne Punkt und Komma wird dabei von einem Gag zum nächsten gehetzt und nervig herumgehampelt, ohne dass das irgendwie komisch wäre. Hauptcharakter Stan Smith labert dabei gerne Stuss in Tradition von Homer Simpson zusammen, nur dass dies hier nicht halb so witzig ist, wie in der Vorlage. Die Figuren sind zudem nicht besonders witzig angelegt. Ein Beispiel für solch eine schlechte Idee ist der unlustige sprechende DDR-Goldfisch, der bis auf mit blödem Akzent reden, überhaupt nichts kann.
Wenigstens bewahrt sich "American Dad" seine Eigenständigkeit und verkommt nicht zur totalen Kopie anderer Animationsformate. Die Intention der Macher, die USA und ihre Charakteriska auf die Schippe zu nehmen ist nicht neu, aber immerhin ein netter Gedanke, wenn auch unterdurchschnittlich umgesetzt. Dank solider Momente versinkt die FOX-Produktion nicht vollständig im tiefsten Serienmorast.Wer "Family Guy" mag, der wird mit ziemlicher Sicherheit auch an diese Serie Gefallen finden. Dass es sich hierbei eindeutig nicht um die Krone des Zeichentrick-Humors handelt, sondern um eine hastige Aneinandereihung billiger Scherze ohne Charme und Verstand, muss man einfach eingestehen.


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