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Ghettogangz - Die Hölle vor Paris (2004)

Eine Kritik von ChuckyBK (Bewertung des Films: 5/10)
eingetragen am 12.03.2006, seitdem 493 Mal gelesen


Wir befinden uns im Jahre 2010. In Paris gibt es ein Ghetto das unter dem Namen „13. Bezirk“ geführt wird. Dort regiert ein Typ namens Taha. Lehto heißt sein größter Gegner, der in Robin Hood Manier immer wieder versucht ihm eins auszuwischen. Doch als er es diesmal übertreibt landet seine Schwester in den Händen des Gangsterbosses und Lehto im Knast. Kurze Zeit später bekommt Cop Damien einen brisanten Auftrag von der Regierung. Er soll eine atomare Bombe aus den Fängen von Taha entwenden bzw. diese entschärfen. Da Damien sich aber in dem Bezirk nicht auskennt, schnappt er sich Lehto (bzw. inszeniert einen Gefängnisausbruch um dessen Vertrauen zu gewinnen). Der durchschaut das Spiel zwar schnell, aber die beiden raufen sich doch irgendwie zusammen und versuchen Taha aufzuhalten und Lehtos Schwester aus den Klauen des Gangsters zu befreien.

Mehr ist dazu nicht zu sagen, denn mehr gibt die Story auch nicht her. Regiedebutant Pierre Morel hat sich wohl diverse Luc Besson Filme angesehen und kopiert dessen Stil relativ dreist. Allerdings vergisst er hierbei, das ein 80 Minuten Dauerschnitt-Staccato noch keinen guten Film ausmacht. Die Charaktere bleiben absolut oberflächlich und die Masche das 2 Leute 30 andere verhauen ist jetzt auch nicht sensationell innovativ, das haben wir schon in den 70ern beim Klopper-Duo Terence Hill/Bud Spencer gesehen. Allerdings muss man Morel schon zugute halten. das insbesondere die Verfolgungsjagden über die Dächer von Paris rasant in Szene gesetzt wurden. Das haben wir aber ebenfalls bei (dem durchaus gelungenen) „Yamakasi“ schon gesehen, also auch nix umwerfend neues. Auch das „Cop und Häftling mögen sich nicht und werden dann doch Kumpels weil es eben sein muß- Prinzip“ ist nun wahrlich schon bis zum Exzess durchgenudelt worden.

Trotzdem will ich jetzt nicht sagen das ich mich während des Streifens tierisch gelangweilt hätte, die 81 Minuten sind wirklich wie im Fluge rum. Wer mit einer vollkommen sinnfreien Handlung und teilweise unterirdisch schlechten Schauspielern (zumindest in den Nebenrollen) kein Problem hat und Filme wie RIDERS mag, kann sich „Ghetto Gangz“ so wohl der beknackte Titel der kommenden DVD-Veröffentlichung (stand zumindest so auf der Pressekopie)ruhig mal ansehen. Totale Zeitverschwendung ist es keine, trotzdem würde ich ein Champions-League-Spiel diesem Film vorziehen.


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